Leitl zu ÖIAG: "Verstaatlichte" - Vom Zuschussbetrieb zur Cash-cow

WKÖ-Präsident: Zehntausende kleine und mittlere Unternehmen profitieren als Zulieferbetriebe vom Erfolgskurs der ÖIAG

Wien (OTS) - "Die wirtschaftliche Entwicklung der ÖIAG-Betriebe
ist eine wirtschaftspolitische Erfolgsgeschichte. Durch die Unternehmensprivatisierungen wandelte sich die "Verstaatlichte" von einem Zuschussbetrieb zu einer Cash-cow mit attraktiven Arbeitsplätzen", begrüßt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl die positiven Strukturveränderungen innerhalb der ÖIAG-Gruppe:
"Praktisch alle ÖIAG-Unternehmen haben in den vergangenen Jahren Umsätze und Gewinn deutlich steigern können. Betriebswirtschaftlich erfolgreiche Firmen sind die wichtigste Voraussetzung für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Davon profitieren aber auch zehntausende kleine und mittlere Betriebe insbesondere als Zulieferer und regionale Dienstleister sowie Nahversorger." An diesem Beispiel zeige sich, dass es keinerlei Sinn macht, große und kleinere Unternehmen auseinanderdividieren zu wollen. So wie ein menschlicher Organismus große und kleine Blutgefäße zum Überleben braucht, so braucht jede Volkswirtschaft große und kleine Betriebe, die miteinander harmonieren, funktionieren und gemeinsam Erfolg haben.

Leitl verweist darauf, dass es bei allen ÖIAG-Privatisierungen gelungen ist, das österreichische Headquarter zu stärken: "Eine wachstumsstarke Industrie mit einem österreichischen Kern garantiert eine höhere inländische Wertschöpfung, sichere inländische Produktionsstätten sowie ein hohes und konstantes Investitionsvolumen in Forschung und Entwicklung. Und nicht zuletzt gehören diese Betriebe zu den Stützen des heimischen Exporterfolgs."

Gleichzeitig sei es durch gezielte Unternehmensverkäufe gelungen, die Finanzschulden von 6,3 Milliarden Euro - bei gleichzeitiger Wertsteigerung der verbliebenen Unternehmensbeteiligungen und gleich bleibender Zahl an Arbeitsplätzen - innerhalb weniger Jahre völlig abzubauen. Und nicht zuletzt wurden von der ÖIAG in den Jahren 2002 bis 2004 insgesamt über 500 Millionen Euro an Dividenden an den Staat abgeführt.

Natürlich, so Leitl, hätte manche Privatisierung in den vergangenen Jahren optimaler gestaltet werden können: "Der eine oder andere Fehler war rückblickend gesehen unnötig. Aber wo gehobelt wird, fallen eben auch Späne. Insgesamt betrachtet ist aber die Neustrukturierung der ÖIAG durchaus erfolgreich gelaufen, wurden die angestrebten Ziele erreicht."

In den nächsten Jahren müsse die industriepolitische Rolle der ÖIAG-Beteiligungen als Leitbetriebe des Standorts - bei Beschäftigung, Forschung, Infrastrukturverbesserung und Zulieferstruktur - gefestigt und nachhaltig ausgebaut werden. (RH)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
Tel.: (++43) 0590 900-4362
Fax: (++43) 0590 900-263
presse@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004