"Nachbar in Not"-Benefizkonzert für die Flutopfer und als Dank an die Spender

Volksopernorchester musiziert für "Boote für Fairness" im Musikverein

Wien (OTS) - Musik, die zu Herzen geht, macht angeblich die Herzen weit und die Menschen großzügig. Doch das ist nicht allein der Grund für ein Benefizkonzert, zu dem "Nachbar in Not" am Donnerstag, dem 21. April 2005, um 19.30 Uhr in den Brahmssaal des Wiener Musikvereins bittet. Unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, dem Schirmherrn der Aktion, soll mit diesem Konzert auch "danke" gesagt werden - Dank für die vielen großzügigen Spenden von Firmen und Unternehmen und Dank an alle Österreicherinnen und Österreicher, die die Hilfsaktion für die Tsunami-Opfer mit ihrer Spende unterstützt haben. Das Konzert ist am Montag, dem 2. Mai, um 10.05 Uhr in der Sendereihe "Konzert am Vormittag", moderiert von Johannes Leopold Mayer, im ORF-Radioprogramm Österreich 1 zu hören.

Melodien von Mozart, Strauß und Lehár

Das Volksopern Symphonieorchester Wien unter der musikalischen Leitung von Alfred Eschwé hat sich spontan in den Dienst der guten Sache gestellt und spielt Melodien von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauß und Franz Lehár. Die Solistinnen und Solisten der Wiener Staats- und Volksoper, Edith Lienbacher (Sopran), Gabriele Sima (Mezzosopran), Sebastian Holecek (Bariton) sowie Lars Woldt (Bass), verzichten gleichfalls auf Ihre Gagen.
Dem Ehrenkomitee für diesen außergewöhnlichen Abend gehören an:
Außenministerin Dr. Ursula Plassnik, die Präsidenten der "Nachbar in Not"-Hilfsorganisationen - Präsident Franz Küberl (Caritas), Präsident Fredy Mayer (Rotes Kreuz), Kommandant Karl Ernst Blanckenstein (Malteser Hospitaldienst), Präsident Botschafter a. D. Dr. Franz Ceska (Hilfswerk Austria), Präsident Botschafter a. D. Dr. Georg Reisch (Care Österreich), Präsident Franz Schnabl (Arbeiter-Samariter-Bund), Präsident Dr. Roland Siegrist (Diakonie Österreich), Präsident Prof. Dr. Josef Weidenholzer (Volkshilfe) -sowie der Vorstand von "Nachbar in Not", Mag. Michael Opriesnig (Rotes Kreuz), Christoph Petrik-Schweifer (Caritas), Mag. Michael Chalupka (Diakonie), weiters Jörg Ruminak (ORF-Humanitarian-Broadcasting) und Prof. DDr. Hans Hofinger als Repräsentant für den Hauptsponsor Volksbank des Abends. Das Konzert wird von vielen weiteren Firmen und Unternehmen sowie dem Radioprogramm Ö1 unterstützt.

Für 2.700 Euro "Ein Boot für Fairness"

Von dem Konzert wird es auch eine Benefiz-CD geben, die Ende April erscheint und deren Erlös gleichfalls den Tsunami-Opfern zugute kommt. Die CD wird unter anderem auch in allen Volksbanken-Filialen erhältlich sein. "Nachbar in Not" unterstützt damit das Projekt "Ein Boot für Fairness", das darauf abzielt, nicht nur jenen Familien zu helfen, denen mit dem Verlust ihrer Fischerboote die Existenzgrundlage entzogen wurde, sondern auch die lokale Wirtschaft an den zerstörten Küsten von Indien von mehreren Seiten wieder anzukurbeln: Kleinwerften erhalten die Aufträge, neue Fischerboote zu bauen. Diese Aufträge verbessern die Beschäftigungslage, indem die Kleinwerften zum Beispiel Zimmerleuten Arbeitsplätze anbieten können.

Vor allem Fischerfamilien hatten durch die zerstörerische Kraft des Tsunami am 26. Dezember 2004 mit den Fischkuttern auch ihre Existenzgrundlage verloren. Viele von ihnen lebten aber auch vor der Katastrophe in Armut und Abhängigkeit: Dabei fehlte es nicht an Fleiß und Willen, sondern vielmehr am sozialen Gefüge im indischen Kastenwesen. Das Prinzip: Wer besitzt, schafft an. Damit wurde es einem Mitglied einer niedrigeren Kaste kaum möglich, jemals genug Geld für einen eigenen Fischkutter zu sparen und damit selbstständig und unabhängig zu werden. Sie fuhren meist um niedrige Löhne auf Booten, die höheren Kastenmitgliedern gehörten, auf See.
Diesen sozialen Teufelskreis will das Projekt "Ein Boot für Fairness", das unter dem Namen "Labourers become owners" an der indischen Küste gestartet wurde, brechen. Jedes aus "Nachbar in Not"-Geldern finanzierte Boot wird an fünf Fischer - ungeachtet ihrer Kastenzugehörigkeit - übergeben, die sich Arbeit und Gewinn teilen. Sie organisieren sich wiederum mit weiteren zwei Fünfergruppen zu Selbsthilfegruppen, um am Fischereimarkt unternehmerisch bestehen zu können. Damit gelingt es diesem Projekt auch, eine soziale "Altlast" Indiens zu überwinden.
Um den Start des Projekts zu beschleunigen, sponsern die Volksbanken sofort 20 "Boote für Fairness". DDr. Hofinger dazu: "In diesem Projekt verbindet sich die Volksbanken-Philosophie der gemeinschaftlichen Selbsthilfe mit konkreter und nachhaltiger Unterstützung für die Betroffenen."

"Nachbar in Not" hilft, nachhaltig die Lebensgrundlagen zu verbessern

"Nachbar in Not"-Vorstandsvorsitzender Mag. Michael Opriesnig: "Ich freue mich, dass der Erlös des Benefizkonzerts und der CD diesem Projekt gewidmet wird. Es entspricht in besonderem Maße dem Grundsatz von 'Nachbar in Not', mit der langfristigen Hilfe nicht nur die Lebensgrundlagen der betroffenen Bevölkerung wiederherzustellen, sondern diese auch nachhaltig zu verbessern. Mit 2.700 Euro können ein Boot und vier Netze finanziert werden. Besonders freuen wir uns, dass das Radioprogramm Ö1 es möglich macht, dass der musikalische Dank und die Grußbotschaft dieses Konzerts am 2. Mai im 'Konzert am Vormittag' auch eine große Hörerschaft erreicht."

Jörg Ruminak, ORF-Humanitarian-Broadcasting: "Durch die großzügigen Spenden der Österreicherinnen und Österreicher und die vielen Unternehmen, die die Hilfsaktion unterstützt haben, konnten innerhalb kürzester Zeit 31,5 Millionen Euro an Spenden lukriert werden. Wir danken den Künstlern, Organisatoren und Sponsoren dieses Konzerts, die in der Sprache der Musik 'danke' sagen und gleichzeitig zeigen, dass die Katastrophe vom 26. Dezember 2004 noch nicht in Vergessenheit geraten ist."

Die Karten für das "Nachbar in Not"-Benefizkonzert mit dem Volksopernsymphonieorchester Wien unter der musikalischen Leitung von Alfred Eschwé sowie Sängerinnen und Sängern der Wiener Staats- und Volksoper sind an der Tages- und Abendkassa des Wiener Musikvereins (Mo. - Fr. 9.00-20.00 Uhr; Sa. 9.00-13.00 Uhr) erhältlich.

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