SJÖ zu Zivildienst: Fuhrmann bleibt auf der Hälfte des Weges stehen

Gleichstellung bedeutet sechs Monate Zivildienst

Wien (SK) Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), findet es prinzipiell löblich, dass die JVP eine Gleichstellung des Zivildienstes mit dem Wehrdienst fordert. Allerdings fragt sich Dvorak, weshalb JVP-Chefin Fuhrmann dann acht statt sechs Monate fordert. "Die JVP bleibt genauso wie bei der Wahlaltersenkung auf der Hälfte des Weges stehen. Die einzige konsequente Linie in der Causa ist und bleibt die Forderung nach sechs Monaten", so Dvorak am Mittwoch gegenüber dem Pressdienst der SPÖ. ****

Dvorak findet es auch verwunderlich, dass die JVP während der Zivildienst-Reformkommission sich nicht dazu durchringen konnten, eine weitergehendere Verkürzung als die von der ÖVP vertretene zu fordern. Dort lehnte der Vertreter der JVP sogar einen von der SPÖ eingebrachten Antrag, die Gleichstellung und damit die Verkürzung auf sechs Monate als langfristiges Ziel der Zivildienstreform zu definieren, ab. "Offensichtlich wollte sich die JVP nicht mit der Mutterpartei anlegen. Da nun die entscheidende Phase der Verhandlungen vorbei ist, tut sich Fuhrmann anscheinend leichter, sich aus dem Fenster zu lehnen. Das Timing garantiert auf jeden Fall die Vermeidung mit einer Konfrontation mit der ÖVP. Mit Feigheit ist Österreichs Zivildienern allerdings wenig geholfen." (Schluss) wf/mp

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