ÖVP-Postenschacher in Oö. Fachhochschule

SP-klubobmann Frais: "Kandidatin kommt zum Zug, obwohl sie Ausschreibungskriterien nicht erfüllt"

Linz (OTS) - Obwohl die Ausschreibung für die Planstelle "Leitung Marketing" der Oö. Fachhochschule ein abgeschlossenes Studium der BWL mit Spezialisierung auf Marketing (bevorzugt FH) vorgeschrieben hat, wird die neue Marketingleiterin keinerlei akademische Vorbildung mitbringen. "Der Grund dafür liegt darin, dass Landesrat Sigl diesen Posten für seine bisherige Pressereferentin beansprucht. Ab 1. Mai 2005 soll daher eine Frau, die den Ausschreibungskriterien nicht entsprochen hat, über ÖVP-Druck auf diesen Posten gehievt werden. Um den Postenschacher zu decken, wurden äußerst qualifizierte Kandidaten, die sich für diese Stelle beworben und sämtliche Ausschreibungskriterien bestens erfüllten hatten, ohne ‚in die engere Auswahl aufgenommen zu werden‘ schlichtweg schriftlich abgewiesen. Ohne jeden Ansatz von Objektivität hat die ÖVP damit eine machtpolitische Demonstration für monocolore Postenbesetzung vorgenommen", kritisiert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

Korrekterweise hätte die Ausschreibung lauten müssen: Ein abgeschlossenes Studium der BWL mit Spezialisierung im Marketing (bevorzugt an FH), mehrjährige Erfahrung im Bereich Marketing und PR, mehrjährige Führungserfahrung, sehr gute EDV-Kenntnisse und sehr gute Englisch-Kenntnissse in Wort und Schrift - oder statt diesen Qualifikationen einige Jahre treue Dienste in einem ÖVP-Landesratsbüro, betont der SP-Klubobmann. "Wenn die ÖVP keine Objektivität bei Postenbesetzungen will, sondern öffentliche Dienstposten nach parteipolitischem Kalkül vergibt, dann muss sie auch öffentlich dazu stehen".

"Wie befürchtet missbraucht die ÖVP nach ihrem alleinigen Machtzugriff die Oö. Fachhochschule zum Postenschacher - diese Abwertung einer solch wertvollen Bildungseinrichtung Oberösterreichs ist entschieden abzulehnen. Vielleicht gehen dadurch endlich den Grünen die Augen auf und sie beginnen zu verstehen, was sie Oberösterreich und dem Oö. Landesdienst mit der ‚Objektivierungsnovelle 2005‘ tatsächlich angetan haben. Wie dieses Beispiel bei der Oö. Fachhochschule beweist, schreckt die ÖVP nicht davor zurück, ihre Macht bei Personalbestellungen zu missbrauchen -und die Grünen sind dafür mitverantwortlich", so Frais.

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