MA 22 zu Feinstaub: Fachliche und sachliche Daten rund um die Uhr

Stadt Wien aktiv gegen den Feinstaub

Wien (OTS) - Aufgrund einer Änderung des Immissionsschutzgesetzes Luft (IG-L ) vom 7. Juli 2001 muss Feinstaub, also PM10-Immissionen, messtechnisch erfasst und beurteilt werden, was umfangreiche Umbau-und Investitionsmaßnahmen im Bereich der Wiener Luftmessnetzes erforderte. Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22), die das Wiener Luftgütemessnetz betreibt und überwacht, kam dieser Aufgabe in den letzten drei Jahren nicht nur schnell, sondern auch weit über das von der EU vorgeschriebene Maß hinaus nach:
Wien gehört zu den Großstädten in Europa, die über ein flächendeckendes Luftgütemessnetz verfügen. Inzwischen wird bereits an 13 Stationen in Wien Feinstaub gemessen. Dazu Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung: "Die umfangreichen Daten zu Feinstaub in Wien, welche die ExpertInnen der MA 22 liefern, ermöglichen uns die Entwicklung von weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität." Feinstaub ist ein Winterphänomen und tritt hauptsächlich von Oktober bis März und vereinzelt an Apriltagen auf.

Stündlich aktualisierte Daten zur Wiener Luftqualität

Die laufende Information der Bevölkerung ist der Wiener Umweltschutzabteilung ein wichtiges Anliegen. Unter der Wiener Telefonnummer 4000-88288 ist der stündlich aktuelle Wiener Luftgütebericht abhörbar. Ausführliche Informationen zur Feinstaubbelastung finden sich weiters auf den Internet-Seiten der MA 22 unter http://wien.at/ma22/luftgue.html.

Forschungsarbeit für die Entwicklung von kurz- und langfristigen Maßnahmen

Die Wiener Umweltschutzabteilung hat vor kurzem gemeinsam mit externen ExpertInnen eine - bei Grenzwertüberschreitungen gesetzlich vorgeschriebene - Statuserhebung abgeschlossen und dabei überraschende Erkenntnisse vor allem zur Entstehung und zur Verbreitung von Feinstaub gewonnen. Aus der Studie geht hervor, dass ein Großteil der Feinstaubquellen nicht hausgemacht ist.

Auf Basis dieser Statuserhebung arbeiten ExpertInnen derzeit intensiv an einem kurzfristigen Maßnahmenkatalog, der im September der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Auch bei diesem Projekt "Urbane Luft Initiative" sind MitarbeiterInnen der Wiener Umweltschutzabteilung federführend. Sie werden dabei von zahlreichen anderen Fachabteilungen unterstützt. Darüber hinaus wird ein langfristiges Maßnahmenprogramm entwickelt, um die Luftqualität für Wien und sein Umland langfristig im Sinne eines vorsorglichen Umweltschutzes zu verbessern.

Unter dem Gesichtspunkt der Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden überregionalen Zusammenarbeit in Sachen Feinstaub-Bekämpfung haben die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland 2004 gemeinsam mit den benachbarten Ländern Tschechien, Slowakei und Ungarn das EU-Projekt "TAQI - Transnational Air Quality Improvement" gestartet. Ziel ist ein gemeinsames Aktionsprogramm zur Verbesserung der Luftqualität in der betroffenen EU-Region.

Das Projekt AQUELLA der TU Wien, das von der Wiener Umweltschutzabteilung in Auftrag gegeben wurde, zielt darauf ab, Emissionsquellen von Feinstaub genauer bestimmen zu können. (Schluss) urb

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Dr. Mathilde Urban
MA-22 Umweltschutz
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