Mindestlohn: Regierung soll bei eigener Klientel Druck machen

Angestellte bei Rechtsanwälten und Notaren und ArzthelferInnen betroffen

Wien (GPA/ÖGB) - "Nachdem sich unter den Abgeordneten der Regierungsparteien eine Reihe von JuristInnen und ÄrztInnen befinden, wäre es sehr zu begrüßen und auch wirkungsvoll, wenn sich diese Abgeordneten im Bereich ihrer Berufsgruppe für die Realisierung des Mindesteinkommens von 1000 Euro im Kollektivvertrag einsetzen würden", regt der Geschäftsbereichsleiter der GPA, Karl Proyer, an.++++

Die Zahl der Angestellten, deren Mindestgehalt sich unter 1000 Euro befindet, liegt derzeit im Promillebereich. Etwa 80 Prozent der Angestelltenkollektivverträge haben ein Mindestgrundgehalt von über 1100 Euro. "Wir verstehen aber den Appell des Arbeitsministers an die Sozialpartner als Auftrag, in den kommenden Kollektivvertragsverhandlungen die Frage der überproportionalen Anhebung der niedrigen Einkommen zu thematisieren. Gerade in Zeiten stagnierender Inlandsnachfrage wäre dies auch aus volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll", so der für Kollektivvertragspolitik zuständige GPA-Geschäftsbereichsleiter, Karl Proyer.

"Bei jenen Gruppen, die nach wie vor nicht in den Genuss eines Mindestgrundgehalts von über 1000 Euro kommen, wäre eine politischer Druck insbesondere von Parteien, die in diesen Berufsgruppen stark vertreten sind, wie ÄrztInnen, RechtsanwältInnen und NotarInnen, sehr willkommen", so Proyer abschließend.

ÖGB, 13. April
2005
Nr. 210

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