Prinzhorn spricht sich für Mindestlohn aus

Betriebliche Lösungen besser als gesetzliche Zwangsverpflichtung

Wien, 2005-04-13 (fpd) - Der dritte Nationalratspräsident und freiheitliche Industrie- und Finanzsprecher Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn unterstützt die Idee eines Mindestlohns für alle Arbeitnehmer, spricht sich aber gegen eine gesetzliche Lösung aus. Diese habe Zwangscharakter und sei daher kontraproduktiv. Mindestlöhne sollten auf betrieblicher Ebene, also direkt zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, vereinbart werden. *****

Die österreichische Praxis, Mindestlöhne im Rahmen von Kollektivverträgen zu vereinbaren, habe sich gut bewährt, so Prinzhorn. 89 Prozent der etwa 3,5 Millionen Beschäftigten hätten einen Kollektivvertrag und damit ohnehin die Garantie auf einen Mindestlohn. Dieser sei in den meisten Fällen bereits jetzt höher als 1000 Euro. Nur noch in wenigen Niedriglohnbranchen würde weniger bezahlt. Hier seien Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgerufen, sich an einen Tisch zu setzen und sich darüber Gedanken zu machen, wie und in welchem Zeitraum man die Lohnuntergrenze auf zumindest 1000 Euro anheben könne, ohne Wettbewerbsnachteile gewärtigen zu müssen.

Betriebliche Lösungen seien schon deshalb vorzuziehen, so der dritte Nationalratspräsident, weil Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor Ort am besten Bescheid wüssten, was den Betrieben und den dort arbeitenden Menschen zugemutet werden könne. Von gesetzlich fixierten Mindestlöhnen hält Prinzhorn nichts. Solche willkürlich aus der Ferne festgelegten Lohnuntergrenzen seien wenig hilfreich. Damit würden Jobs eher vernichtet und der Schattenwirtschaft Tür und Tor geöffnet.

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