Ärztekammer weist Primarärzteforderungen zurück

Mayer: solidarische Vertretung der angestellten Ärzte innerhalb der Ärztekammer - Primarärzte müssen Möglichkeiten nützen

Wien (OTS) - Mit Befremden reagierte heute der Bundeskurienobmann der Angestellten Ärzte, Harald Mayer, auf eine Kritik des Primarärzteverbandes, die leitenden Ärzte seien innerhalb der Strukturen der Ärztekammern nicht ausreichend berücksichtigt. "Offensichtlich sind sich die Primarärzte der Gegebenheiten innerhalb der Ärztekammern nicht bewusst und ignorieren die vorhandenen Möglichkeiten", so Mayer in einer ersten Stellungnahme.

Entgegen der "unbegründet polemischen und anscheinend uniformierten" Darstellung der leitenden Ärzte, so Mayer, seien die Primärzte innerhalb der Bundeskurie Angestellte Ärzte voll eingebunden. Sie nehmen auch in der Führungsebene der Kurienorganisationen auf Länder- und Bundesebene eine maßgebliche Stellung ein: Laut Auskunft Mayers seien zum Beispiel der burgenländische Kurienobmann ein Primararzt, der Wiener und Oberösterreichische Primarärztereferent seien Mitglieder der Bundeskurie Angestellte Ärzte und erhalten als solche alle Informationen und könnten die Arbeit der angestellten Ärzte maßgeblich mitgestalten. Auch der Vorarlberger Vertreter der Primärztevertreter sei Mitglied seiner Länderkurie und daher auch des Primarärztereferates der Österreichischen Ärztekammer.

Der für angestellte Ärzte zuständige Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Dietmar Bayer, zeigte sich verwundert darüber, dass die Primarärzte sich außerhalb der Ärztekammer positionieren, obwohl sie andererseits einen starken Anspruch auf Vertretung in der Ärztekammer monieren.

Mayer: "Wenn man wie vom Ärztegesetz vorgesehen die Ärzte nach der Art ihrer Berufsausübung in Kurien einteilt, so gibt es schlicht und einfach für eine eigene Primarärztekurie keine Begründung, da auch leitende Ärzte angestellte Ärzte sind." Die Forderungen des Primarärzteverbandes sind aus Sicht Mayers bei weitem überzogen. Statt eine wirksame und solidarische Vertretung der angestellten Ärzte durch "formale Forderungen und durch zusätzliche Strukturen zu konterkarieren, sollten sich die Primarärzte ihrer bestehenden Möglichkeiten besinnen und sich mehr einbringen." Eine seriöse Vertretung finde in den gesetzlich vorgesehenen und demokratisch legimitierten Gremien der Ärztekammern statt, sagte der Bundeschef der Angestellten Ärzte abschließend.

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