WKÖ: Abschlussbericht der Zukunftskommission ist wichtige Basis für Schulreform

Wirtschaft für rasche Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen

Wien (PWK261) - "Im Abschlussbericht der Zukunftskommission wurden die wesentlichen Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Schulen erkannt und definiert. Die Arbeit ist allerdings noch nicht getan, vielmehr werden mit dem Bericht die zentralen Aktionsfelder für eine zeitgemäße Schulentwicklung abgesteckt. Nun geht es um ein rasches Vorantreiben der erforderlichen konkreten Reformmaßnahmen im österreichischen Schulwesen", nimmt der Leiter der Bildungspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich, Michael Landertshammer, zum heute präsentierten Abschlussbericht Stellung. Die von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Rahmen von "klasse:zukunft" eingeleiteten Maßnahmen, wie etwa die Einführung von Bildungsstandards und der leadership-academy, müssten nun in ein Gesamtkonzept eingearbeitet werden. Die Bundesregierung habe am 14.2.2005 mit Abhaltung des Reformdialogs und den im Anschluss präsentierten Sofortmaßnahmen klar ihren Reformwillen zum Ausdruck gebracht.

Insbesondere streicht Landertshammer die von der Zukunftskommission vorgeschlagene Maßnahme hervor, dass beim Übertritt von der Pflichtschule in das weiterführende Schulwesen Aufnahmevoraussetzungen geknüpft werden sollen. Wenn diese Maßnahme schlüssig mit der Langform der AHS abgestimmt ist, sieht Landertshammer wieder eine Chance für die Hauptschule in den Ballungszentren, die vielerorts bereits zur Restschule geworden ist. Die Wirtschaft, welche jährlich rund 38.000 Pflichtschulabsolventinnen und absolventen in ihre Betriebe zur Ausbildung aufnimmt, benötigt die Schule als verlässlichen Partner:
"Die Lehrlingsausbildung muss auf soliden Wissensgrundlagen der Lehrstellenbewerber aufbauen können, um auch weiterhin den Ansprüchen einer zeitgemäßen Berufsausbildung zu entsprechen", betont der Bildungsexperte.

Was für die Pflichtschule gilt, müsse jedoch auch für sämtliche weiterführende Schulen Geltung haben. "Die Schüler müssen und wollen optimal auf die Anforderungen des Arbeitslebens vorbereitet werden und die Wirtschaft muss sich auf die Bildung der künftigen Arbeitnehmer verlassen können", so Landertshammer. Die Qualität der schulischer Bildung entscheidet nicht nur über Möglichkeiten einer weiteren Schul- und Bildungslaufbahn, sondern auch über Chancen der Schulabsolventen am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft. "Die österreichischen Unternehmen spielen in dieser Hinsicht eine zentrale Rolle und die Wirtschaftskammer Österreich ist daher gern bereit, die Umsetzung der vorgeschlagenen Reformmaßnahmen in fachlicher Hinsicht aktiv zu unterstützen", stellte Landertshammer abschließend fest. (Ne)

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