Niederwieser: Endbericht der Zukunftskommission verdient gründliche Lektüre!

Erster Adressat ist K.H.G.

Wien (SK) Einige positive Ansätze sieht SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser in dem heute präsentierten Endbericht der Zukunftskommission. Eine genauere Analyse des rund 100-seitigen Berichts will Niederwieser morgen mit seinen KollegInnen Josef Broukal und Andrea Kuntzl in einer Pressekonferenz vornehmen. Jetzt könne allerdings schon festgestellt werden, dass wichtige Punkte zu finden sind, die rasch umgesetzt werden sollten, dass im SPÖ-Bildungsprogramm aber dennoch deutlich mehr an bildungspolitischen Vorschlägen, die zu einer Verbesserung des Schulsystems führen würden, enthalten sind. "Nun sind die Politik und die Schulverwaltung gefordert, und es gäbe Arbeit genug für das heurige Jahr!", so Niederwieser Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

In einer ersten Analyse hält der SPÖ-Bildungssprecher Folgendes fest:

* Die Zukunftskommission setzt vor allem auf die Verbesserung der Unterrichtsqualität. Vom Messen und Prüfen allein wird der Unterricht aber nicht besser, sondern nur teurer.

* Bildungsstandards als Mindeststandards sollen rasch entwickelt werden, was zu begrüßen sei.

* Mehr individuelle Förderung und eine Modularisierung der Oberstufe verlangt die SPÖ seit langem, passiert sei allerdings nichts oder das Gegenteil, indem Stützlehrer/innen gestrichen wurden.

* Garantien für maximal fünf Prozent Unterrichtsausfall hätte die Bildungsministerin ebenfalls schon längst abgeben können. "Das neue Modell der Lehrer/innenausbildung ist noch nicht überzeugend", so der SPÖ-Bildungssprecher.

"Insgesamt finden sich viele gute und wichtige Vorschläge, deren Umsetzung unsere Schulen deutlich verbessern kann. Das SPÖ-Bildungsprogramm enthält zwar viel mehr an Vorschlägen, aber der Auftrag an die Zukunftskommission war ja stark eingeschränkt", betonte Niederwieser und erklärte: "Jetzt sind die Politik und die Schulverwaltung gefordert und es gäbe Arbeit genug für das heurige Jahr!"

Bemerkenswert ist für den SPÖ-Bildungssprecher die offene Kritik an Bildungsministerin Geher, "weil sie in Sachen Standards bisher den Vorschlägen der Experten nicht gefolgt ist und bei der Qualitätssicherung seit fast zehn Jahren auf guten Konzepten ihres eigenen Ministeriums sitzt und nichts daraus gemacht hat - der PISA-Absturz 2003 hätte sich vielleicht vermeiden lassen". Mehr Förderunterricht und ganztägige Angebote sowie zusätzliche Arbeiten für die Qualitätssicherung und höhere Anfangsgehälter werden sich allerdings mit einem sinkenden Bildungsbudget (der Anteil der Ausgaben für Bildung im Vergleich zum BIP sinkt ständig, seit Schwarz-Blau "regiert") nicht machen lassen. "Ich erwarte, dass sich zuerst einmal die Minister Gehrer und Grasser zusammensetzen und das Werk durchgehen", so Niederwieser abschließend. (Schluss) cs

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