Bartenstein: 350 Personen mehr im AMS für Jobvermittlung

Arbeitsmarktgipfel im BMWA mit Sozialpartnern und Wirtschaftsexperten - klares Nein zu gesetzlichem Mindestlohn

Wien (BMWA-OTS) - "Das österreichische Arbeitsmarktservice gehört zu den besten der Welt, kann aber auch nicht fehlendes Wirtschaftswachstum als Jobmotor ersetzen", erklärte Wirtschafts-und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute, Mittwoch, im Anschluss an den Arbeitsmarktgipfel mit allen Sozialpartnerpräsidenten im Ministerium. Konkret werden im AMS künftig 350 Personen zusätzlich im Bereich Beratung und Vermittlung mit den Kunden arbeiten. 100 davon werden durch Neuaufnahmen, weitere 250 durch interne Maßnahmen wie z.B. Umschichtung aus anderen Geschäftsbereichen gewonnen werden. Insgesamt bedeutet das eine Erhöhung der Beratungs- und Vermittlungskapazität um ca. 15 Prozent. Für den gesamten "Maßnahmenmix" werden es laut Bartenstein etwa 15 Millionen Euro mehr für das AMS zur Verfügung stehen.

Im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit werde, so Bartenstein weiter, einiges an "Nägeln mit Köpfen" gemacht: Beschlossen sei die Fortsetzung des Lehrgangssystems nach dem Jugendausbildungsgesetz (JASG) für junge Menschen ohne betriebliche Lehrstelle und die Verlängerung der Tätigkeit der erfolgreichen Lehrstellenakquisiteure. Das "Projekt 06" - eine Initiative des Lehrlingsbeauftragten der Bundesregierung KR Egon Blum - wird bestimmten Betrieben künftig finanzielle Anreize bieten, die zusätzliche Lehrlinge einstellen. Besondere Maßnahmen werden aber auch für die Nachqualifizierung jener rund 13.000 jungen Menschen überlegt, die derzeit ohne einen Schulabschluss eine Arbeit suchen.

Es gab von allen Sozialpartnern ein klares Nein zu einer gesetzlichen Festlegung eines Mindestlohnes. Österreich habe, so der Minister, eine gut etablierte Form der Kollektivverträge, die -anders als etwa in Deutschland - für alle Betreibe verbindlich seien.

"Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Sozialpartner und die Bundesregierung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an einem Strang ziehen", nannte Bartenstein als Resümee der heutigen Konferenz.

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