"Josefstadt": 1,6 Mio. Schulden gefährden Stiftung - Rhomberg, Lacina und Unterberger als Vorstände vorgesehen

Wien (OTS) - Die Details der seit Jahren von der Politik
geforderten "Josefstadt"-Stiftung sind verhandelt, die finanzielle und die personelle Ausstattung praktisch geklärt. Doch ein Schuldenstand von 1,6 Millionen Euro, der das Haus trotz fünfjähriger Sanierung belastet, gefährdet abermals das Zustandekommen. Das berichtet NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe.

Die aus amtierenden und ehemaligen "Josefstadt"-Direktoren bestehende GmbH, die ihre Anteile in die Stiftung einbringen muss, forderte ursprünglich neben einer langfristigen Subventionszusage die Erhöhung des Jahresetats von 11,5 auf 13,1 Millionen Euro und weitere 14,5 Millionen für die Sanierung der Bausubstanz.

Nun hat man sich laut NEWS auf 12,3 Millionen Jahressubvention und eine Garantie bis 2008 geeinigt. Für die Gebäudesanierung liegt nur eine Absichtserklärung der Politiker vor. Nach NEWS-Information soll der dreiköpfige Stiftungsvorstand, der u. a. für die Bestellung des neuen Direktors nach der Interims-Intendanz Helmuth Lohner (ab Herbst 2006) zuständig ist, aus folgenden Personen bestehen: Der Industrielle und Bregenzer Festspielpräsident Günther Rhomberg soll Stiftungspräsident, Alt-Finanzminister Ferdinand Lacina Vertreter der Stadt und der ehemalige "Presse"-Chefredakteur Andreas Unterberger Vertreter des Bundes werden.

Die an sich unterschriftreife Lösung scheitert laut NEWS-Bericht derzeit an der Tatsache, dass die "Josefstadt" im Juni 2005 - also nach Ende der Sanierungsfrist - nach wie vor 1,6 Millionen Euro Schulden aufweisen wird. Zum Schuldenabbau wurde dem damals konkursnahen Haus 2000 die Subvention für fünf Jahre auf 12,7 Millionen erhöht, wofür das Baubudget umgewidmet werden musste. Im Juni 2005 sollte die Summe wieder auf die ursprünglichen 11,5 Millionen niedergefahren und das Haus schuldenfrei sein. Laut NEWS fordert die "Josefstadt" von den Subventionsgebern nun, die Außenstände von 1,6 Millionen zu übernehmen. Das Haus argumentierte zuletzt damit, dass seitens des Bundes noch Zahlungen aus vergangenen Jahren offen wären.

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