"Exportinitiative 05": Produktpräsentation österreichischer Unternehmen in Zagreb

Lebensmittel-Exportinitiative von WKÖ, erstmals auch mit Unternehmen aus Forst- und Holzbereich in Kroatien fortgesetzt - nächste Station: Moskau

Wien (PWK260) - Kroatien ist die bereits achte Station der gemeinsamen Exportinitiative von WKÖ, Lebensministerium und Agrarmarkt Austria für österreichische Unternehmen der Lebensmittelbranche, die jetzt auch für den Holz- und Forstbereich geöffnet wurde. Heute (Dienstag) eröffneten WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz und Landwirtschaftsminister Josef Pröll in Zagreb eine Präsentation österreichischer Qualitätsprodukte in Zagreb. Insgesamt präsentierten sich 70 Unternehmen, erstmals auch aus dem Forst- und Holzsektor, dem interessierten kroatischen Fachpublikum. Im Juni werden Schenz und Pröll in Moskau mit österreichischen Unternehmen dieser Bereiche sowie erweitert um Betriebe des Umwelttechnologiesektors österreichische Produkte präsentieren.

Bei den Agrar- und Lebensmittelexporten hat sich Österreich 2004 gut behauptet. Mit der "Exportinitiative 05", der Fortsetzung der erfolgreichen Initiative "Export 1-24", soll dieser Aufwärtstrend weiter fortgesetzt werden. Schenz: "In den kommenden Jahren soll die Anzahl der im Export befindlichen Betriebe der Lebensmittelwirtschaft um zehn Prozent erhöht werden. Die ‚Exportinitiative 05’ ist aus Sicht der Wirtschaftskammer daher ein wichtiges Instrument, gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Betriebe zu setzen, um verstärkt bzw. neu in den Export zu gehen."

Für die österreichische Lebensmittelwirtschaft gewinnt Kroatien als Absatzmarkt zunehmend an Bedeutung. Vor allem durch das starke Wachstum des Tourismus und des Einzelhandels sowie den Abbau der Handelsschranken im Hinblick auf den bevorstehenden EU-Beitritt ergeben sich für österreichische Produkte Chancen in der kroatischen Gastronomie und Hotellerie. Im Jahr 2003 war Österreich mit 95 Millionen US-Dollar der viertgrößte Lieferant von Lebensmittel- und Agrarprodukten nach Kroatien und umgekehrt ist Österreich der siebentgrößte Abnehmer kroatischer Produkte (Volumen: 26 Mio US-Dollar). Schenz: "Die Österreicher schätzen die Qualität kroatischer Produkte, angefangen von kroatischem Olivenöl über Schnäpse, Honig, Käse bis hin zum berühmten geräucherten Schinken Prsut." Die österreichischen Agrarexporte nach Kroatien waren 2004 zwar mit 93,4 Mio. Euro niedriger als die Ausfuhren etwa nach Deutschland und Italien, doch liegt Kroatien bei den Pro-Kopf-Ausgaben für österreichische Agrarwaren, Lebensmittel und Getränke mit 21,23 Euro deutlich vor Deutschland und Italien.

Neben der Lebensmittelwirtschaft setzen das Lebensministerium und die WKÖ aber auch auf die Holzbranche, die hier in Kroatien auch eine Unzahl von Chancen vorfindet. Gegenüber 2003 legten 2004 die österreichischen Exporte der Holzbranche nach Kroatien von 42,4 Mio Euro auf 42,9 Mio Euro zu. Umgekehrt lieferte Kroatien Holz und Holzprodukte im Wert von 18,7 Mio Euro nach Österreich.

Österreichs Wirtschaft wird seit Jahren von den Exporterfolgen getragen. Auch der bilaterale Handel mit Kroatien trägt entscheidend zu diesem Erfolg bei. Das besonders Positive an der Entwicklung ist, dass es sich bei der Intensivierung der Handelsbeziehungen um keine Einbahnstrasse handelt. Die österreichischen Exporte nach Kroatien legten 2004 um 17,93% (EUR 1.217,62 Mio.) und die Importe um 45,12% (EUR 583,55,96 Mio.) zu. Österreich und seine Unternehmen haben schon längst erkannt, dass Kroatien mit seinen politischen und wirtschaftlichen Reformschritten auf dem richtigen Weg ist und suchen verstärkt Kooperationen mit kroatischen Partnern.

Die österreichische Wirtschaft hat sich mit Investitionen von ca. USD 2,67 Mrd. und einem Anteil von ca. 26% an den Gesamtinvestitionen seit 1993 als größter ausländischer Investor vor Unternehmen positioniert. Schenz: "Kroatien ist, trotz keiner gemeinsamen Außengrenzen, so zu sagen ein lieb gewonnener und verlässlicher Partner und Nachbar Österreichs geworden. Dementsprechend umfassend ist auch die österreichische Präsenz, die alle Branchen betrifft. Kroatien ist ein erweiterter Heimmarkt für österreichische Unternehmen." 2005 sollte sich der Aufwärtstrend der österreichischen Investitionen fortsetzen, wobei besondere Akzente im Tourismus, im Immobiliendevelopment und bei den "green-field"-Investitionen zu erwarten sind.

Angesichts der stark wachsenden Bedeutung des kroatischen Marktes hat sich die Wirtschaftskammer Österreich im Zuge der "Internationalisierungsoffensive" der österreichischen Bundesregierung dazu entschlossen, die derzeit noch zu steigernde Präsenz österreichischer Unternehmen in Dalmatien zu verbessern und diesen Teilmarkt - mit einem eigenen Marketingbüro in Split, das zu Jahresanfang eröffnet wurde - noch intensiver als bisher zu betreuen.

Infos: www.exportinitiative.at
(BS)

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