Wiener Grüne: Vorplatzgestaltung von Schloss Schönbrunn droht stadtplanerische Farce zu werden

Chorherr: "7 Millionen BesucherInnen jährlich brauchen bessere Zugangsmöglichkeiten zum Schloss"

Wien (OTS) - "Die Umsetzung des städtebaulichen Wettbewerbs für das Vorfeld von Schloss Schönbrunn droht zur stadtplanerischen Farce zu werden. Zum wiederholten Male dürften wichtige städtebauliche Impulse am Ressort Schicker scheitern. Ohne eine Verlegung des Verkehrsknotens unmittelbar vor Schönbrunn auf die andere Seite des Wientals platzt der Gesamtentwurf für dieses hoch frequentierte Areal. Ich fordere Stadtrat Schicker auf, gemeinsam mit der Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft eine Lösung zu finden, die dem Siegerprojekt des städtebaulichen Wettbewerbs tatsächlich entspricht. In der nächsten Stadtentwicklungskommission werde ich diese Frage zur Sprache bringen." So kommentiert Christoph Chorherr, Stadtentwicklungs- und Verkehrssprecher der Wiener Grünen, die aktuelle Diskussion über die Gestaltung des Schönbrunn Areals.

Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2001 hatte die Stadt Wien einen städtebaulichen Wettbewerb für das Vorfeld von Schloss Schönbrunn ausgerufen. Sieger war der Entwurf des Architektenteams Schindler & Szedenik. Zur Umsetzung sollten ua. der Verkehrsknoten direkt vor dem Schloss auf die anderen Seite des Wienflusses verlagert, die Straße vor dem Schlosseingang um zwei Spuren reduziert und in einer freien Ampelphase gefahrlos überquert werden können. Die B1 (Schönbrunner Schlossstraße) sollte ab dem Haupteingang hin zum Wiental verschwenkt werden. Der Plan, den Verkehrsknoten auf die andere Seite des Wientals zu verlegen, wurde offenbar fallen gelassen. Mittlerweile ist sogar davon die Rede, die Straße vor dem Schloss auf 13 Meter zu verbreitern.

Christoph Chorherr: "Mehr als 7 Millionen BesucherInnen jährlich erfordern verbesserte Zugangsmöglichkeiten zum Schönbrunn Areal. Der Weg für FußgängerInnen ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens gefährlich und gelinde gesagt wenig repräsentativ. Die Wiener Stadtplanung ist gefordert, hier endlich die entsprechenden Maßnahmen zu setzen, um diesem Missstand ein Ende zu bereiten. Ich erinnere Stadtrat Schicker an seine eigenen Versprechungen einer massiven Entlastung des Vorplatzes. Davon ist offenbar nun keine Rede mehr", so Chorherr abschliessend.

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