Steuerfreies Existenzminimum pro Familienmitglied ist in einer weiteren Steuerreform unbedingt zu realisieren

Wien (OTS) - Der ÖAAB veranstaltete gestern, Montag, im Rahmen seiner Zukunftsplattform "plattform21" eine Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunft gestalten - Steuerliche Entlastungen für eine Gesellschaft im demographischen Wandel". Am hochkarätig besetzten Podium konnte Abg.z.NR Gabriele Tamandl als Vorsitzende der Focusgruppe "Steuern/Einkommen/Mitarbeiterbeteiligung" die Vorarlberger Landesrätin Dr. Greti Schmid, a.o. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Fraberger von der KPMG Alpen-Treuhand GmbH, Prof. Dr. Karl Bruckner, von der BDO Auxilia Treuhand GmbH, Prof. Dr. Gerhard Lehner vom Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, LAbg. Ingird Korosec, Sozialsprecherin der ÖVP und Abg.z.NR Werner Amon, Generalsekretär des ÖAAB, begrüßen.

In dieser Diskussion wies die Vorsitzende der Focusgruppe "Steuern/Einkommen/Mitarbeiterbeteiligung", Abg. z. NR Gabriele Tamandl, in ihrem Einleitungsstatement auf die neuen Herausforderungen unserer Zeit - insbesondere aufgrund der Überalterung unserer Gesellschaft - hin. Auf der einen Seite sinke die Geburtenrate in allen Industrieländern drastisch, auf der anderen Seite steige die Lebenserwartung stark an. Die Wiener Sozialsprecherin LAbg. Ingrid Korosec wies darauf hin, dass die Menschen Mitte dieses Jahrhunderts um weitere 10 Jahre älter würden. All diese Tatsachen stellten auch die Familien vor immer größere Herausforderungen.

Daher wären laut Tamandl unbedingt Maßnahmen zu ergreifen, die Familien noch stärker begünstigten, sodass es wieder leistbar wäre, Kinder zu bekommen. Aus diesem Grund wäre ein steuerfreies Existenzminimum pro Familienmitglied in einer weiteren Steuerreform unbedingt zu realisieren. Nur so, meinten Prof. Dr. Gerhard Lehner und GS Werner Amon, könne man wirklich eine umfassende Familienförderung sicherstellen und den Kinderwunsch wieder Wirklichkeit werden lassen.

Auf der anderen Seite würde laut Tamandl die Pflege älterer Angehöriger zu Hause immer mehr zum Thema, gerade weil die dadurch zusätzlich belasteten Frauen nicht aus dem Beruf ausscheiden könnten oder wollten. Tamandl betonte, dass es gerade aufgrund dieser Entwicklungen unbedingt notwendig werden würde, dass alle Erwerbstätigen die Pflege- und Betreuungskosten sowie Krankheitskosten und Heilbehelfe, die sie für ihre Eltern in Zukunft aufzubringen haben auch steuerlich absetzen könnten.

Damit würden in der Hauskrankenpflege zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, woraus wieder Steuergelder und Sozialversicherungsbeiträge erwachsen würden, hob die Vorarlberger Landesrätin Greti Schmid hervor. Eine einfache Legalisierung der bisher oftmals "grauen" Arbeitskräfte mit einer steuerlichen Begünstigung.

Abschließend gab Tamandl zu bedenken, dass die derzeitigen Absetzungsmöglichkeiten im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen leider nicht ausreichten, der moralischen Verpflichtung der Kinder für ihre Eltern nachzukommen, ohne in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit beeinträchtigt zu werden.

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