VP-Klucsarits: Mehr naturnahe Grünflächen für Wien

7.000 Tonnen Pestizide in den Wiener Kleingärten gefährden Umwelt und Grundwasser

Wien (VP-Klub) - "Die Stadt Wien sollte mit gutem Beispiel vorangehen und dafür sorgen, dass weniger Grünflächen versiegelt und die bestehenden Grünflächen möglichst naturnah gehalten werden. Auf zehn Prozent der Wiener Park- und Grünflächen sollte die Natur wuchern dürfen", forderte heute ÖVP Wien Umweltsprecher LAbg. Rudolf Klucsarits in einer Pressekonferenz.

Diese Maßnahme hätte sicher Vorbildwirkung für viele Wiener Privatgärtner bei der Gartenpflege auf eine allzu große Versieglung ihrer Gartenfläche bzw. auf einen zu starken Einsatz von chemischen Düngemitteln zu verzichten. Besonders der Einsatz von geschätzten 7.000 Tonnen Pestiziden in den Wiener Kleingärten sollte reduziert werden. Zudem bestätigen Studien leider immer wieder, dass Privatgärten mit Phosphor und Kali wegen zu hoher Dosierung massiv überdüngt sind. "Beides stellt eine ernst zu nehmende Gefährdung für die Umwelt und vor allem für das Grundwasser dar", meint Klucsarits. Auch die natürliche Fauna leidet unter dem Chemieeinsatz im Garten. Anstelle von Chemie wäre der Einsatz biologischer Schädlingsbekämpfung in den Wiener Gärten zu forcieren. Die Stadt Wien solle daher die Beratung und die Bereitstellung von schädlingsbekämpfenden Insekten für den Einsatz im Privatgarten forcieren. Darüber hinaus soll die MA 48 vermehrt Kompost aus der eigenen Biotonnensammlung direkt an die Privatgärten anliefern, um den Gartenbesitzern den Umstieg von Kunstdünger auf Kompost zu erleichtern.

Auszeichnung für ökologische Gartenpflege

Ein weiteres massives Problem stellen benzinbetriebene und laute, weil veraltete und schlecht gewartete Rasenmäher dar. "Nicht nur die Lärm-, auch die Umweltbelastung durch solche Geräte ist enorm. Ein schlecht eingestellter Rasenmäher stößt Unmengen an Schadstoffen aus. Daher entscheidet auch der Einsatz der technischen Hilfsmittel bei der Gartenpflege wie umweltfreundlich sich diese darstellt. Solche Geräte sollten nicht mehr Standard bei der Gartenpflege sein", fordert Klucsarits.

"Jene Gartenbesitzer, die sich verpflichten, entsprechende ökologische Standards bei der Gartenpflege einzuhalten, auf eine Versiegelung ihrer Grünflächen, den Kunstdüngereinsatz sowie auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten, sollen mit einem Gütesiegel ausgezeichnet werden", schlägt Klucsarits abschließend vor.

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