Feinstaub - SP-Schieder: "Wiener Parkraumbewirtschaftung als Vorzeigemodell"

Weiterer Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Radwege im Kampf gegen den Feinstaub

Wien (SPW-K) - "Die bereits vor zehn Jahren eingeführte Parkraumbewirtschaftung in Wien ist ein Erfolgsmodell, die City Maut nach Londoner Modell nicht auf Wien übertragbar", betonte heute Gemeinderat Mag. Andreas Schieder zu den heutigen Forderungen von Greenpeace.****

Wien habe schon viel früher als London reagiert und durch die gezielte Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung - mittlerweile in den Bezirken 1 bis 9 und 20 - einen guten Lenkungseffekt in Richtung öffentlicher Verkehr erzielen können. "Der Anteil des Öffentlichen Verkehrs konnte in Wien durch gezielte Verkehrspolitik von 1993 bis heute von 29 Prozent auf 34 Prozent erhöht werden", so Schieder. Der Straßenverkehr habe laut einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes einen Anteil von rund 15 Prozent der Feinstaubquellen in Wien, "das muss auch Greenpeace zur Kenntnis nehmen. Verkehrsmaßnahmen als einziges Allheilmittel gegen den Feinstaub sind fern jeder Realität!"

Neben umfassenden Maßnahmen in den Bereichen Raumwärme, Straßenreinigung und Industrie setzte Wien selbstverständlich auch im Sektor Verkehr konsequent Schritte zur Reduzierung des Feinstaubs. "Prioritär sind dabei die weitere Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs und der weitere Ausbau des Radwegenetzes, deren Umfang heute schon bei rund 1000 km liegt", so Schieder. "Konkret ist der Ausbau der U2 bis nach Aspern , sowie der U1 bis in die Leopoldau bereits fixiert. Im Bereich der Straßenbahnen wird der O-Wagen bis zum Nordbahnhofgelände verlängert, der 16er bis Großenzersdorf und die Linie 26 bis Aspern."

Darüberhinaus gebe es umfassende Pläne für den Bau von weiteren Park&Ride-Anlagen. "Bis 2010 werden bis zu 6000 weitere zusätzliche Stellplätze errichtet, zudem rund 8000 Stellplätze in Park&Ride-Anlagen", erläutert Schieder. In Wien gelte auf allen Stadtautobahnen bereits jetzt Tempo 80, durch die Neukategorisierung des Hauptstraßennetzes, das 2007 wirksam wird, gebe es künftig die Möglichkeit, großräumige 30km/h-Zonen zu schaffen - "bislang gelten auf 46 Prozent aller Wiener Gemeindestraßen Tempo 30, es sind dies mehr als 1150 km."

Auch zahlreiche straßenbauliche Maßnahmen würden zur Reduzierung der Feinstaubbelastung in der Stadt beitragen: "So werden etwa im hochrangigen Straßennetz Unterflurtrassen und eingehauste Trassenführungen bevorzugt, verbunden mit gezielten Ausblasungen und Filtern", betont Schieder. Alle im Masterplan Verkehr angeführten Straßenprojekte würden im Hinblick auf mögliche Erhöhung der Feinstaubbelastung sorgfältig überprüft. "Eine hochwirksame Maßnahme, die kurzfristig umgesetzt werden kann, ist die rasche Sanierung von durch Frostaufbrüchen beschädigte Straßenoberflächen", so Schieder abschließend. (Schluss)

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