FMA-Standards für das Kreditgeschäft: Bundeskreditsparte hält grundsätzliche Bedenken aufrecht

Weiterentwicklung des Risikomanagements wichtiges Anliegen - Grenze ist dort erreicht, wo Überregulierung unmittelbar in die Aufgaben der Geschäftsleitungen einzugreifen droht

Wien (PWK259) - "Auch wenn es in einer Reihe von sachlichen Gesprächen mit der Finanzmarktaufsicht (FMA) möglich war, unrealistische Vorstellungen auszuräumen und zu praxisgerechteren Lösungen zu gelangen, bleiben die grundsätzlichen Bedenken der österreichischen Kreditwirtschaft gegen die FMA-Standards für das Kreditgeschäft aufrecht", stellt der Geschäftsführer der Bundeskreditsparte in der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Herbert Pichler, anlässlich der Veröffentlichung durch die FMA fest.

Auch für die österreichische Kreditwirtschaft ist angesichts der dynamischen Entwicklungen auf den Finanzmärkten das Ziel der Weiterentwicklung des Risikomanagements ein wichtiges Anliegen. Die Grenze müsse aber dort liegen, wo Überregulierung unmittelbar in die Aufgaben der Geschäftsleitungen einzugreifen droht, betont Pichler.

Daher war es in den Gesprächen wesentlich, dass die als Ziel formulierte Weiterentwicklung des Risikomanagements auch durch alternative Wege erreicht werden kann, die Standards nun als Empfehlung formuliert sind und diese Empfehlung zeitgleich mit der neuen Eigenmittelkonzeption Basel II wirksam werden soll.

"Ungeachtet der substanziellen Fortschritte bleiben aber die grundsätzlichen Bedenken gegen diese Standards aufrecht", hält Pichler fest. Es bestehen nach wie vor begründete Zweifel an der Richtigkeit des Konzepts der Trennung Markt/Marktfolge sowie wesentliche Vorbehalte gegen zu aufwendige Bürokratie und mögliche Eingriffe in die Organisationsstruktur der Kreditinstitute. Darüber hinaus ist die Bezeichnung als Mindeststandards angesichts des Empfehlungscharakters verwirrend.(Ne)

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