Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Machterhalt vor Wählerwille

Roter Wahlsieger durch schwarz-grün-blaues Bündnis in der Wirtschaftskammer verhindert

Wien (OTS) - Erstmals in der Geschichte der
Wirtschaftskammerwahlen in Wien überholte der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien mit 15 Mandaten den ÖVP-Wirtschaftsbund (14 Mandate) in der Fachgruppe Gastronomie. Die Grüne Wirtschaft und der Ring Freiheitlicher Wirtschaftsreibender erzielten jeweils ein Mandat. Trotz des sozialdemokratischen Wahlerfolges stellt jedoch nach wie vor ein ÖVP-Mandatar den Vorsteher in dieser Fachgruppe. ****

"Der ÖVP-Wirtschaftsbund Wien konnte die Wirtschaftskammer-Wahlniederlage in der Fachgruppe Gastronomie offensichtlich nicht verkraften und versuchte mit allen Mitteln den Vorsitz nicht aus seiner Hand zu geben", stellt Komm.-Rat Willy Turecek, Spitzenkandidat des Sozialdemokratischen Wirtschafsverbandes Wien und Wahlsieger fest. Die WählerInnen sprachen sich bei der Wirtschaftskammerwahl ganz klar für einen neuen Kurs in der Fachgruppe aus. "Der Wählerwille ist dem ÖVP-Wirtschaftsbund scheinbar egal. Er versucht mit allen Mitteln die Macht nicht aus der Hand zu geben. Erschütternd ist für mich jedoch, dass sich die Grüne Wirtschaft bereit erklärt hat, gemeinsam mit dem Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender den ÖVP-Wirtschaftsbund zu unterstützen", bedauert Turecek.

"Wir Grüne kandidieren bei der Wirtschaftskammerwahl, um die Wirtschaftskammer von innen zu verändern....", so das Wahlprogramm der Grünen Wirtschaft VOR der Wirtschaftskammerwahl. "Die Abstimmung in der Fachgruppe Gastronomie war eine Gelegenheit genau dies zu tun. Gemeinsam mit uns hätten die Grünen die Wirtschaftskammer Wien zum Positiven verändern können. Leider gingen sie einen anderen Weg und diesen sogar in einem gemeinsamen Pakt mit den Blauen! Wir SozialdemokratInnen haben zwar durch das Verhalten der Grünen nicht den Vorsitz in der Fachgruppe Gastronomie gewonnen, die Grüne Wirtschaft hat jedoch ihre Glaubwürdigkeit verloren", stellt Turecek fest.

Auch in einer weiteren Fachgruppe der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft - in der Fachgruppe der Bäder - hat die Grüne Wirtschaft heute Dienstag mit dem ÖVP-Wirtschaftsbund paktiert. "Obwohl bereits eine Zusammenarbeit zwischen Grüner Wirtschaft und Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband vereinbart war, stand die Grüne Wirtschaft nicht zu ihrem Wort und vollzog einen fliegenden Wechsel zum ÖVP-Wirtschaftsbund. Der grüne Wortbruch brachte ihnen für fünf Jahre den Vorsteher in der Fachgruppe der Bäder. Die vereinbarte halbe/halbe Lösung galt für die Grünen nicht mehr", schloss Turecek.

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