Albanien: Nach EU-Erweiterung steigt österreichisches Interesse

AWO-Forum: Wirtschafts-Vizeminister Shaollari sieht viel Potential für Kooperationen mit österreichischen Unternehmen

Wien (PWK257) - Viel Potential im Außenhandel und bei österreichischen Investitionen in Albanien sieht Luan Shahollari, Vize-Wirtschaftsminister der Republik Albanien, der anlässlich eines Albanien-Forums der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ in Wien vor österreichischen Unternehmern über die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen referierte. "Durch die Übernahme der größten albanischen Bank durch die Raiffeisen Zentralbank Österreich im Jahr 2004, die Eröffnung einiger Büros österreichischer Unternehmen in Tirana sowie der wieder gegebenen Versicherbarkeit von Exportgeschäften bei der OeKB ist Albanien verstärkt in den Blickwinkel österreichischer Unternehmen getreten", sagte Christian Kesberg, stellvertretender Leiter der AWO.

Die albanische Botschafterin in Österreich Shpresa Kureta betonte beim AWO-Forum, dass österreichische Unternehmen in Albanien ein hohes Ansehen genießen und für ihre Flexibilität bekannt sind. Hervorzuheben sei auch, dass sich das Rechtssystem Albaniens rapide an internationale Standards anpasst. Albanien sei durchaus noch eine Herausforderung, jedoch werde der Zugang zu den lokalen Behörden immer einfacher. Georg Krauchenberg, für Albanien zuständiger österreichischer Handelsdelegierter, rät Firmen, den Markt Albanien nicht länger als ‚weißen Flecken’ zu behandeln: "Der 3,5 Millionen Einwohnermarkt bietet durchaus Marktchancen für österreichische Unternehmen, insbesondere bei der Lieferung von Konsumwaren wie Lebensmitteln, Maschinen und elektrischen Geräte, Pharmazeutika, Nahrungsmitteln sowie Zulieferungen an die Landwirtschaft und Industrie." Auch bei internationalen Ausschreibungen für Infrastruktur sowie bei Investitionen vor allem in Kleinkraftwerksbereich und im Tourismus sei österreichische Kompetenz gefragt.

Österreich exportierte im Jahr 2004 mit 25 Mio. EUR um 39 % mehr Ware nach Albanien. Das Rogner Hotel in Tirana und die Erdölprospektion der OMV haben schon bisher in Albanien die rot-weiß-rote Flagge hochgehalten. (BS)

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