Illegaler Wirt bei Razzia in City festgenommenn

Zwei Lokalsperren, fast 30 nicht angemeldetes Personal und etliche zu laute Bars

Wien (OTS) - In Anwesenheit des Bezirksvorstehers des 1. Bezirkes, KomRat Franz Grundwalt und des Polizeijuristen Hofrat Dr. Georg Samuely hat in der Innenstadt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erstmals eine konzertierte Aktion von Magistrat, Finanzbehörde und Polizei stattgefunden. Fast in der Hälfte der 23 überprüften Gastronomiebetrieben vor allem im sogenannten "Bermudadreieck" geht es zu laut zu. In der Nähe des Stubenrings wurde ein Lokal gesperrt, weil die Gewerbeberechtigung gefehlt hatte. Der illegale ausländische Betreiber verfügte zudem über keine Aufenthaltsgenehmigung, er wurde vorübergehend fest genommen. Ferner hat die Polizei bei der nächtlichen Lokal-Kontrolle zwei ausländische Lokalbesucher ohne Aufenthaltsgenehmigung erwischt und vorübergehend fest genommen.

Eine Lokalbesitzerin nahe der Kärntner-Straße sperrte ihren Betrieb freiwillig zu, weil sie nachweislich gegen etliche gewerberechtliche Bestimmungen verstoßen hatte. Insgesamt forschte das Team KIAB (Kontrolle illegaler Ausländerbeschäftigung) 12 Schwarzarbeiter aus, 15 Köche, Kellner und Türsteher waren bei der Versicherung nicht angemeldet.

Bierschankreinigung wird offenbar immer mehr vernachlässigt

Fast in jedem zweiten kontrollierten Innenstadtbeisl war etwas mit der Schank nicht in Ordnung. Entweder wurde nach Angaben des Mitarbeiters des Marktamtes auf die tägliche Grundreinigung verzichtet oder gleich auf die einmal innerhalb von drei Monaten fällige Generalreinigung des gesamten Schankbereiches. Bier aus schlampig oder gar nicht gereinigten Schanksystemen könnte das Bier mit unappetitlichen Schwebstoffen anreichern, was den Biergenuss beeinträchtigen könnte, sagen die Marktamt-Mitarbeiter. Insgesamt schrieb das Marktamt in dieser Nacht fast 30 Anzeigen wegen Verstöße gegen die Hygien-, Jugendschutz und Preisauszeichnung-Bestimmungen.

Lärmmesser der MA 22 (Umweltschutz) hatten Hochbetrieb

In sehr vielen Fällen war Lärmerregung Grund für die Kontrolleure der MA 22 (Umweltschutz), die tatsächlichen Werte in den Lokalen zu messen. In gleich zehn Fällen überstieg der Lärmpegel drastisch den erlaubten Grenzwert. Zudem stellten die Behörden fest, dass immer wieder Gäste vor den Bars und Lokalen sehr viel Lärm machten. Der stellvertretende Leiter des Büros für Sofortmaßnahmen, OAR Josef Wustinger, sagte gegenüber der Rathauskorrespondenz, dass man auch bei den Kontrollen in dieser Hinsicht sehr auf die Zusammenarbeit der Wirte und der Polizei angewiesen sei.

Wieder führten Notausgänge ins Nichts

Die Situation der Notausgänge in Wien habe sich laut Wustinger offenbar nicht gebessert. Auch in Wiens City sind in etlichen Bars, in denen Notausgänge vorgeschrieben sind, diese entweder verstellt, versperrt oder schlecht beleuchtet. In zwei Fällen endete der Fluchtweg im Nichts und führte praktisch ins Lokal zurück.

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