Wittmann zu EM-Stadion Klagenfurt: "Herr Schüssel, jetzt brennt der Hut!"

UVS Kärnten: Bund ist Auftraggeber des Stadions

Wien (SK) Obwohl von Bundeskanzler Schüssel und seinem Staatssekretär Schweitzer mehrmals in National- und Bundesrat bestritten, stehe nunmehr unmissverständlich fest: "Nicht die Stadt Klagenfurt, sondern die Republik Österreich, also der Bund, ist der Auftraggeber des 70 Mio. Euro teuren Bauprojektes EM-Stadion Klagenfurt." Dies stellte SPÖ-Sportsprecher Peter Wittmann Mittwoch anlässlich der Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenats (UVS) Kärntens, der sich für diese Causa (Einsprüche im Vergabeverfahren) unzuständig erklärte, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Damit, so Wittmann, "brennt für Kanzler Schüssel endgültig der Hut, denn er ist das für die Sportpolitik zuständige Regierungsmitglied". Wittmann forderte Schüssel daher auf, nun endlich umgehend tätig zu werden und alles zu unternehmen, um die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2008 durch die Republik Österreich und die Schweiz nicht zu gefährden. ****

"Sollte Österreich das Recht auf die Austragung dieser Fußball-Europameisterschaft verlieren, wäre dies für das Ansehen Österreichs die denkmöglich schwerste Blamage im Bereich des Sports und bezüglich der Austragung von Großveranstaltungen", so der SPÖ-Abgeordnete. Wittmann: "Herr Schüssel, hier geht es nicht um ein Micky-Maus-Thema und auch nicht um ein FPÖ-BZÖ-Kuddelmuddel, sondern hier geht es um Österreich." Schüssel müsse umgehend handeln, heute Abend im Nationalrat biete sich eine gute Gelegenheit, über die Pläne des Bundes zu informieren - die SPÖ habe einen Antrag auf Untersuchungsausschuss zur Causa eingebracht, der in den Abendstunden zur Debatte stehe, schloss Wittmann. (Schluss) wf/mp

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