Feinstaub-Alarm: Graz will Fahrverbote und autofreie Tage

Bürgermeister Nagl im NEWS-Interview: "Wir fordern vom Land die gesetzlichen Möglichkeiten dazu."

Wien (OTS) - Graz, die "Feinstaub-Hauptstadt" Österreichs, will jetzt mit radikalen Maßnahmen die neue Luftverpestung bekämpfen. In der steirischen Landeshauptstadt sind jetzt sogar Fahrverbote und autofreie Tage geplant, berichtet NEWS in seiner neuen Ausgabe. "Wir müssen uns der Herausforderung stellen Wir haben einstimmig im Gemeinderat beschlossen, dass es unter bestimmten Voraussetzungen Fahrverbote geben muss", kündigt VP-Bürgermeister Siegfried Nagl im NEWS-Interview an.

Sein Vize, SP-Umweltstadtrat Walter Ferk, präzisiert die Pläne:
"Wenn die Feinstaubbelastung an zwei Tagen hintereinander über 100 Mikrogramm ausmacht, wollen wir ein sofortiges Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Rußpartikelfilter." Nütze das nichts, müsse man im nächsten Schritt die Fahrverbote ausweiten können, auf alles, was nicht unverzichtbar ist - wie etwa als Nahversorgung, Krankentransport etc. Ein Szenario, das laut Ferk in diesem Jahr schon mehrfach angewendet werden hätte müssen.

Der Haken für die Grazer Stadtväter: Sie können derartige Verkehrsbeschränkungen nicht im Alleingang verordnen. "Wir brauchen dazu Bundes- und Landesgesetze, weil so ein Fahrverbot von der Frau Landeshauptmann erlassen werden müsste", fordert Bürgermeister Nagl vor allem von Waltraud Klasnic die gesetzlichen Möglichkeiten. Ein heißes Eisen, das die wahlkämpfende Frau Landeshauptfrau bisher freilich nicht anpacken wollte.

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