PRÄKO zum Ökostromgesetz: Einspeisetarife für alle genehmigten Anlagen sichern

Bäuerliche Interessenvertretung fordert Fristverlängerung für Ökoanlagenbetreiber

Wien (AIZ) - Die Einspeisetarifverordnung des Ökostromgesetzes sieht vor, dass alle bis Ende 2004 genehmigten Anlagen bis spätestens 30.06.2006 in Betrieb gehen müssen, damit die Ökoanlagenbetreiber auch die Tarife der Einspeiseverordnung 2002 erhalten. "Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass diese Frist auf Grund der hohen Auslastung der Zulieferfirmen nicht bei allen Anlagen einzuhalten ist. Um österreichischen Firmen die Errichtung genehmigter Ökostrom-Anlagen überhaupt zu ermöglichen und somit die Wertschöpfung in Österreich zu gewährleisten, sind innerhalb der geltenden Einspeisetarifverordnung entsprechende legistische Maßnahmen zur Firstverlängerung für Ökoanlagenbetreiber und Lieferanten notwendig", erklärte heute August Astl, Generalsekretär der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs (PRÄKO).

Aus Sicht der bäuerlichen Interessenvertretung ist eine Fristverlängerung für die Inbetriebnahme genehmigter Anlagen möglichst rasch durchzuführen, um jenen Anlagenbetreibern, die in diese zukunftweisende Technologie investiert haben, auch die garantierten Tarife der Einspeiseverordnung zu sichern. Bis Ende 2004 wurden etwa 40 feste Biomasseanlagen und 130 Biogasanlagen errichtet. Weitere 60 feste Biomasseanlagen und 150 Biogasanlagen wurden bis Ende 2004 genehmigt und müssten demnach bereits bis Mitte 2006 in Betrieb gehen.

"Wie sich die Situation jetzt darstellt, kann der vorgesehene Termin, 30.06.2006, von vielen Ökoanlagenbetreibern nicht eingehalten werden. Der ursprünglich vorgesehene positive Effekt für Österreichs Wirtschaft wird somit durch die geltende Gesetzeslage mehr oder weniger hintertrieben, denn österreichische Unternehmen können die derzeit erforderlichen Kapazitäten nicht aufbringen, um alle Auftragseingänge innerhalb angemessener Fristen durchzuführen. Auf der Strecke bleiben einmal mehr die Betreiber von Ökoanlagen, die auf planbare und berechenbare Rahmenbedingungen gesetzt haben", stellte der PRÄKO-Generalsekretär fest. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001