Steirer, Bauer, Oberhaidinger: Umweltschutz muss wieder mehr Bedeutung zugeschrieben werden

Wien(SK) Das neue Jahr sei zwar erst drei Monate alt, doch der Feinstaubüberschuss sei bereits ausgeschöpft, kritisierte SPÖ-Abgeordneter Gerhard Steirer am Mittwoch im Nationalrat. "Es handelt sich dabei um eine überregionale Problematik, doch den Ländern wird der Schwarze Peter zugeschoben", kritisierte Steirer, welcher die Lösung der Feinstaubproblematik auf nationaler Ebene forderte. Auch die Lärmschutzrichtlinie der EU müsse vorangetrieben werden, forderte Steirer. SPÖ-Abgeordneter Hannes Bauer stellte klar, dass der landwirtschaftliche Raum nicht durch Ausdünnung, sondern durch Aktivitäten gestärkt werden müsse. Kritik übte er auch an der Umweltpolitik, die sich "im Rückwärtsgang" befinde. Positiv hob Bauer die Wasserwirtschaft hervor, wo gute Arbeit geleistet werde. Zudem plädierte Bauer für eine Forcierung der Hochwasserschutzbauten, etwa mit Hilfe von Sonderfinanzierungen, und sprach sich für eine stärkere Akzentuierung des Grundwasserschutzes aus. ****

SPÖ-Energiesprecher Georg Oberhaidinger verwies auf eine aktuelle Studie der Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen, in der unter anderem aufgezeigt werde, dass die Ausgaben für Sanierungen seit langer Zeit stagnieren. "Es muss hier ein entsprechender Anstoß gegeben werden", betonte Oberhaidinger, an die Erreichung der Kyoto-Ziele verweisend. "Besonders wichtig zur Erreichung der Kyoto-Ziele ist der Beitrag der Wohnbauförderung", so Oberhaidinger weiter. Im Jahr 2000 seien 41 Prozent des EU-weiten Energieaufwandes in Wohn- und Nutzgebäuden verbraucht worden, wo es ein beträchtliches Einsparungspotenzial - bis zum Jahr 2010 in der Höhe von 22 Prozent - gebe. Auch die Ökostromförderung dürfe nicht mit Landwirtschaftsförderung vertauscht werden, so Oberhaidinger, auf die negativen Auswirkungen des Feinstaubes für den menschlichen Organismus verweisend: "Nicht alles, was Wärme produziert, ist auch zugleich umweltfreundlich." (Schluss) gg

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0018