Dienstleistungsscheck: Hilfswerk hat auch nach Überarbeitung Bedenken

Präsident Othmar Karas hofft, dass im Parlament noch Änderungen erfolgen

Wien (OTS) - Das Hilfswerk ist mit der Regierungsvorlage des Dienstleistungsschecks, die gestern im Ministerrat beschlossen wurde, nach wie vor unzufrieden. Denn die Befürchtung, dass reguläre Beschäftigungsverhältnisse unter Druck kommen, konnte auch mit der geänderten Gesetzesvorlage nicht ausgeräumt werden. "Die professionellen Organisationen, die in diesem Bereich bereits tätig sind, bleiben von diesem Modell ausgeschlossen. Dabei hätten wir das Ziel der Legalisierung der haushaltnahen Dienstleistungen mit entsprechender arbeitsmarktpolitischer Unterstützung wesentlich einfacher und nachhaltiger erreicht.", sagt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas.

In einigen Punkten ist die Regierung im Begutachtungsverfahren den Argumenten der Organisationen gefolgt. So sind die Anwendungsbereiche für den Dienstleistungsscheck präzisiert worden. Die Abwicklung über die Sozialversicherung - statt wie ursprünglich vorgesehen über das AMS - wird eine schnellere Auszahlung ermöglichen.

"Wir hoffen, dass in der parlamentarischen Behandlung noch Nachbesserungen vorgenommen werden und werden uns die verpflichtende Evaluierung nach einem Jahr genau ansehen, denn die Haushaltshilfe ist gemeinsam mit der Heimhilfe, Essen auf Rädern und der Krankenpflege ein integraler Bestandteil einer umfassenden Altersversorgung", so Karas abschließend.

Das Österreichische Hilfswerk ist mit seinen Landesverbänden und dem Hilfswerk Austria einer der größten österreichischen Anbieter sozialer Dienstleistungen. Es beschäftigt 7.500 MitarbeiterInnen und erwirtschaftet in den Geschäftsbereichen Hilfe und Pflege, Kinder-und Jugendbetreuung, sowie Beratung und Bildung einen Jahresumsatz von Euro 138 Millionen und ist auch als Hilfsorganisation in Krisengebieten sehr aktiv.

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