Salzburg AG: Solide Bilanz 2004

Schwieriges Umfeld bei Energie, Verdoppelung beim Güterverkehr, Telekom boomt - Nachhaltigkeit und Wertschöpfung für Salzburg

Salzburg (OTS) - "Die Salzburg AG hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2004 hinter sich. Der Umsatz konnte um 16 % von 515 Mio. auf 597 Mio. Euro gesteigert werden. Auch das Unternehmensergebnis (EGT) wuchs deutlich, und zwar um 12 % auf 16,1 Mio. Euro." Das erklärten Vorstandssprecher Dr. Arno Gasteiger und Finanzvorstand Mag. August Hirschbichler anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz am 6. April 2005.

Der Stromverbrauch in Salzburg stieg um 2,7 %. Die Umsatzsteigerung ist vor allem auf die erhöhte Stromhandelstätigkeit für Dritte zurückzuführen, die einen Zuwachs von 50 % verzeichnete. Insgesamt wurden im Versorgungsgebiet der Salzburg AG im Jahr 2004 3,55 Mrd. kWh Strom verbraucht, um rd. 100 Mio. kWh mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich dazu betrug der Stromverbrauch im Jahr 1994 -also vor 10 Jahren - 2,77 Mrd. kWh, was einen Verbrauchszuwachs von 28 % in 10 Jahren bedeutet.

Hohe Kundenloyalität, enorme Investition und Wertschöpfung in Salzburg

Gasteiger: "Auch das vierte Geschäftsjahr der Salzburg AG nach der Fusion der Salzburger Stadtwerke und der SAFE stellte unter Beweis, dass durch die Zusammenführung der beiden Unternehmen ein starker Energie- und Infrastrukturdienstleister im Bundesland Salzburg entstanden ist. Dem Unternehmen gelang es, seine Kunden im Bundesland zu halten. Die Wechselrate betrug im Jahr 2004 lediglich 1 %. Das Investitionsprogramm von knapp 70 Mio. Euro war ein starker Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung von Stadt und Land Salzburg. Zu den wichtigen Investitionen gehörten 2004 die mittlerweile abgeschlossene Sanierung des Stadtwerkeareals, die Fertigstellung des Kraftwerks Rott an der Saalach, der Baubeginn für das Wasserkraftwerk Trattenbach im Oberpinzgau, Investitionen in Höhe von rund 39 Mio. Euro in die Netze und damit in die Versorgungssicherheit sowie rund 3 Mio. Euro für den Kauf neuer, moderner Obusse zur Verbesserung der Qualität im öffentlichen Verkehr in der Stadt Salzburg."

Kurs der Eigenständigkeit bestätigt

Aufsichtsrat und Vorstand der Salzburg AG haben vor drei Jahren die Entscheidung getroffen, dass die Salzburg AG nicht Mitglied der österreichischen Stromlösung (ÖSL) wird. Gasteiger: "Diese Entscheidung hat sich als richtig herausgestellt. Die Verhandlungen über die ÖSL haben in den vergangenen drei Jahren starke Kräfte in allen beteiligten Unternehmungen gebunden und sind heute immer noch nicht abgeschlossen. Synergieeffekte der ÖSL werden von einigen beteiligten Partnern immer mehr angezweifelt und die Frage, ob es die ÖSL in der derzeit festgelegten Grundkonzeption je geben wird, ist weiterhin offen. Die Salzburg AG hat diese drei Jahre genützt, um nach der Fusion ein geschlossenes Unternehmen zu schaffen, die Vorteile aus der Mehrspartigkeit zu nützen und die Position des Unternehmens als regionaler Energie- und Infrastrukturdienstleister zu vertiefen." Der Erfolg der ersten vier Jahre nach der Fusion im September 2000 hat bewiesen, dass kleine, regionale Energieversorger neben den großen europäischen Energiekonzernen bestehen können.

Der Personalstand war leicht rückläufig. Dieser betrug zum Jahresende 2004 1.942 Vollzeitkräfte (inkl. Lehrlinge, exkl. Karenzierte) gegenüber 1.965 per 31.12.2003 (die Zahlen entsprechen 2.068 bzw. 2.080 Mitarbeitern).

Steigerung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen

Hirschbichler: "Die finanzielle Entwicklung der Salzburg AG ist positiv. Trotz verschärftem Wettbewerb konnten beinahe alle betriebswirtschaftlichen Kennzahlen verbessert werden." Aufgrund stark gestiegener Einkaufspreise für Strom kam es jedoch zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT 2004: 31,5 Mio. Euro, EBIT 2003: 34,8 Mio. Euro).

Hirschbichler: "Umsatz und EGT konnten um 16 % bzw. 12 % gesteigert werden, der Bilanzgewinn beträgt 5,5 Mio. Euro, das sind plus 12,2 % im Vergleich zu 2003. Die Bilanzsumme beträgt 1.146 Mio. Euro, mit einer Eigenkapitalquote von 46 % (2003: 44,8 %) verfügt die Salzburg AG über eine sehr gute Kapitalausstattung für künftige Herausforderungen."

Gestiegene Bezugskosten

Den gestiegenen Erlösen im Strombereich standen 2004 deutlich höhere Bezugskosten gegenüber. Die Energiepreise auf den Großhandelsmärkten erhöhten sich innerhalb des letzten Jahres um etwa ein Viertel, die Steigerungen bei der Primärenergiequelle Öl betrugen bekanntlich bis zu 50 %. Zusätzlich gab es Auswirkungen bei den Beschaffungskosten auf Grund des neuen Ökostromgesetzes. Durch die Eigenerzeugung können immerhin knapp die Hälfte (44 %) des Strombedarfs produziert werden. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte nach wie vor zugekauft werden müssen.

2004: Erfolgreiche Emission von Österreichs erster Wasserkraft-Anleihe

Die Wasserkraft-Anleihe, die die Salzburg AG im Herbst 2004 auf den Markt brachte, zeigte, dass auch die Salzburger Bevölkerung hinter dem Ausbau der heimischen Wasserkraft steht. Denn die Anleihe im Ausmaß von 35 Mio. Euro war binnen weniger Tage überzeichnet. "Die Emission der Wasserkraft-Anleihe war eines unserer wichtigsten Projekte. Damit haben wir den Salzburgerinnen und Salzburgern die Möglichkeit gegeben, sich aktiv am weiteren Ausbau der Wasserkraft in unserem Bundesland zu beteiligen." so Hirschbichler.

Kennzahlen STROM (rd. 250.000 Kunden)

Der gesamte Stromabsatz stieg im Geschäftsjahr 2004 um 25,2 % auf 7.127,8 GWh. Stark zugenommen haben die Stromhandelsaktivitäten. Die gesamte Eigenaufbringung stieg um 25,7 % auf 1.559,4 GWh. Dabei lag die Erzeugung aus Wasserkraft bei plus 3 % über dem Regelarbeitsvermögen. Die Erzeugung aus den Heizkraftwerken hat stark zugenommen. Auch die drei Donaukraftwerke, an denen die Salzburg AG beteiligt ist, lieferten um 11 % mehr elektrische Energie.

Kennzahlen ERDGAS (rd. 29.000 Kunden)

Der Erdgas-Markt hat sich weitgehend stabilisiert. Die rund 29.000 Kunden haben im Jahr 2004 rund 2.300 GWh an Erdgas verwendet. Der Umsatz stieg von 62,6 auf 65,9 Mio Euro (plus 5,3 %).

Kennzahlen FERNWÄRME (rd. 20.000 Haushalte)

Die Gesamtaufbringung im Fernwärmebereich lag mit 636,9 GWh etwas über dem Vorjahresniveau. In Betrieb genommen wurde das Biomasseheizkraftwerk Schachl in Abtenau. Die Umsätze aus dem Bereich Fernwärme konnten mit 27,8 Mio. Euro leicht ausgeweitet werden.

Kennzahlen WASSER (rd. 145.000 Einwohner)

Der Wasserverbrauch ist mit 12,3 Mio. m3 im Jahr 2004 - verglichen mit dem Jahr 2003 - leicht zurückgegangen. Der Bezug vom Wasserverband Salzburger Becken hat 1,8 Mio. m3 betragen, somit lag die Eigenaufbringung bei 85,4 %. Auch die Wasserumsätze sind mit 15,8 Mio. Euro leicht gestiegen.

Kennzahlen VERKEHR (rd. 50 Mio. Fahrgäste)

"Besonders erfreulich war 2004 die Verdoppelung des Güterverkehrs bei der Salzburger Lokalbahn. Dieser hat um 102 % auf rund 903.000 Tonnen zugenommen", so der für den Verkehr zuständige Vorstand Gasteiger. "Zu den größten Kunden zählen Unternehmen wie die SAB, Energie AG, M-Real oder Kaindl. Hier ist es vorbildhaft gelungen, Güter die bisher auf der Straße transportiert wurden auf die Schiene zu verlagern", ergänzt Gasteiger. Im Personenverkehr konnte die Lokalbahn mit 4,2 Mio. Fahrgästen die Anzahl der beförderten Personen stabil halten. Die Fahrgastzahlen für 2004 beim StadtBus sind derzeit noch nicht verfügbar. Aufgrund von Mehrverkäufen von Fahrscheinen sind jedoch Fahrgaststeigerungen zu erwarten. Auch die FestungsBahn und der MönchsbergAufzug gehören zur Salzburg AG und beförderten 2004 1,6 Mio. Fahrgäste, was einer Steigerung gegenüber 2003 von 14,3 % entspricht. Insgesamt sind die Umsatzerlöse aus dem Verkehrsbereich mit 29,5 Mio. Euro um 7,3 % gestiegen.

Kennzahlen INTERNET / TELEKOMMUNIKATION (rd. 31.000 Kunden)

Beim Internet konnte die Kundenanzahl stark gesteigert werden, dieser Bereich zählt zu den boomenden Geschäftszweigen der Salzburg AG. Mit rund 31.000 Kunden - um 5.000 mehr als 2003 - ist die Salzburg AG einer der größten Internet-Provider Salzburgs. Insgesamt konnte der Telekommunikationsbereich der Salzburg AG einen wichtigen Ergebnisbeitrag mit hoher Wertschöpfung erreichen.

Kennzahlen KABEL-TV (rd. 73.000 Kunden)

Rund 73.000 Kunden in 115 Ortschaften, darunter auch die Landeshauptstadt, können Kabelfernsehen von der Salzburg AG empfangen. Die Umsatzerlöse aus dem Kabel-TV, Internet und Telekombereich sind um 1,6 Mio. auf nunmehr 26,2 Mio. Euro gestiegen. Leichten Rückgängen bei Datenleitungen standen deutliche Ausweitungen im Kabel-TV und Internet-Bereich gegenüber.

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Die Präsentationsunterlagen zur Bilanz-PK (Powerpoint), den Geschäftsbericht 2004, Fotos sowie alle Presseinfos gibt es unter www.salzburg-ag.at/presse

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Sigi Kämmerer, Pressesprecher
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