Zum Weltgesundheitstag am 7. April 2005: Augengesundheit rettet Augenlicht

Wien (OTS) - Blindheitsprävention für 1,4 Millionen Menschen:
Gesichtswäsche, Wasserversorgung und Aufklärung beugen der schmerzhaften Augeninfektion Trachom vor und bewahren (Augen)Gesundheit in einer der unterversorgtesten Regionen Äthiopiens.

Die Region Afar im Nordosten Äthiopiens ist eine der benachteiligtsten des Landes. In diesem trockenen, heißen Tiefland leben 1,4 Millionen Menschen. Nur 10% von ihnen haben Zugang zu sauberem Wasser.

Diese Umstände begünstigen die Verbreitung von Trachom: Bei der schmerzhaften Augenkrankheit dreht sich das Lid nach innen, die Wimpern zerkratzen die Hornhaut. Bleibt der erkrankte Mensch unbehandelt, verliert er unwiederbringlich sein Augenlicht. Tägliche Gesichtswäsche kann die Verbreitung der Infektion stoppen; im Anfangsstadium kann die Krankheit mit Antibiotika geheilt werden, später verhindert eine Lidoperation die Erblindung.
Doch in der Afar-Region gibt es kaum Wasser, und augenmedizinische Versorgung existiert so gut wie keine: Insgesamt liegen die Gesundheitsausgaben der äthiopischen Regierung bei 1,56 USD pro Kopf.

Lid-Operationen in der Afar-Region werden einzig im Rahmen von Außenprogrammen durchgeführt. Das reicht nicht aus: Bereits 50% der Bevölkerung, das sind 700.000 Menschen in der Region, sind mit Trachom infiziert, 18.000 akut von Erblindung bedroht.
Gefährdet sind in erster Linie Frauen und Kinder, denn die Verbreitung erfolgt über den Kontakt mit Augensekret.

Die österreichische Fachorganisation LICHT FÜR DIE WELT startet nun in der Afar-Region erstmals ein umfassendes Programm zur Trachom-Bekämpfung.

Es umfasst sämtliche Komponenten der von der WHO entwickelten SAFE-Strategie, von der Aufklärungsarbeit bis zur Operation: Surgery (Chirurgische Behandlung im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit), Antibiotics (Behandlung der Entzündung mit Antibiotika), Face Cleaning (Gesichtshygiene um die Krankheit im Anfangsstadium zu bekämpfen bzw. ihre Weiterverbreitung zu verhindern) sowie Environmental Improvement (Verbesserung der Lebensbedingungen durch den Bau von Latrinen, das Sammeln von Regenwasser, Müllentsorgung, Aufbau einer Wasserversorgung und Erwachsenenbildung).
LICHT FÜR DIE WELT ermöglicht dabei vorbeugende Maßnahmen (Komponenten F und E), wie Trainings für Lehrer zu Trachom-Vermeidung, Gesundheitserziehung ("Facial cleanliness") an Schulen, die Ausbildung von zwei Gesundheitshelfern pro Dorf für Hygieneerziehung sowie den Bau von Brunnen, Wasserstellen und Latrinen.

Mit diesen umfassenden Präventionsmaßnahmen wirkt LICHT FÜR DIE WELT der Verbreitung der schmerzhaften Augenkrankheit entgegen, die nach Schätzungen der WHO weltweit für die Erblindung von etwa 6 Millionen Menschen verantwortlich ist.

Rupert Roniger, Geschäftsführer LICHT FÜR DIE WELT: "Der Weltgesundheitstag erinnert uns nicht nur, mehr auf die eigene Gesundheit zu achten, sondern auch an die geringen Chancen auf medizinische Versorgung für den Großteil der Menschen in den Armutsgebieten. Anlässlich des Weltgesundheitstages 2005 ersuchen wir um die Unterstützung der Österreicherinnen und Österreicher, um Augenlicht zu retten!"

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