Ohne Barrieren? Körper - Technologien - Behinderungen

Wien (OTS) - Technik und ihre Errungenschaften haben das Erscheinungsbild der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten wesentlich geprägt. Was neue Technologien für Menschen mit Behinderung bedeuten diskutieren internationale ExpertInnen am Freitag, dem 8. April 2005, bei einer Enquete zum Thema "Ohne Barrieren? Körper - Technologien - Behinderungen" im Wiener Museumsquartier.

Sind Rad- und RollstuhlfahrerInnen Cyborgs?

Cyborgs sind eine Mischung von menschlichem Organismus und Maschine. RadfahrerInnen wären demnach Cyborgs - ebenso wie RollstuhlfahrerInnen. "Ich bin an meinen Rollstuhl nicht angewachsen, aber ohne ihn könnte ich mein Leben nicht mehr bestreiten. Ich bin so gesehen Cyborg", meint die Philosophin Elisabeth List, eine der Vortragenden. Heute gibt es technisch noch weitaus anspruchsvollere Mittel und Geräte, die Behinderung etwa durch den Einsatz von Prothesen und Implantaten kompensieren.

Welche Chancen assistierende Technologien und Informations- und Kommunikationstechnologien behinderten Menschen bieten, stellt Klaus Miesenberger vom Institut Integriert Studieren der Uni Linz in einem Kurzreferat dar.

DAISY - ein Gänseblümchen mit Ohren und TREKKER - das Handy als Guide

Die Schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte produziert ihre Bücher im DAISY-Format, das die Barrierefreiheit von Hörbüchern ermöglicht. DAISY - das Digital Accessible Information System - präsentiert Heinz Zysset. Für Martin Mayerhofer von der Abteilung "Blind" ist das Handy der Zukunft ein Guide mit Sprachausgabe und Navigationssystem, das Personen erkennt und Speisekarten vorliest.

Jenny Stevens arbeitet für das Broadcasting and Creative Industries Disability Network (BCIDN) London, ein Netzwerk von Menschen mit Behinderung in Rundfunk und Medienbranche. "Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, eine höhere Quote von Menschen mit Behinderungen in den Medien zu erreichen", so Stevens, die vielfältige Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt innerhalb der Medienbranche gemacht hat.

Im Anschluss an die Vorträge und Präsentationen ergänzen Martin Ladstätter, Redakteur des Nachrichtendiensts BIZEPS, Erico Zeyen vom BBFZ Wien und Peter A. Bruck, Mitglied der UN-Taskforce für Informations- und Kommunikationstechnologien, die ExpertInnenrunde in einem Table Talk.

ENQUETE

Ohne Barrieren? Körper - Technologien - Behinderungen Zeit: 8. April 2005, 16.30 bis 20 Uhr Ort: Museumsquartier, Ovalhalle, Museumsplatz 1, 1070 Wien Der Eintritt ist frei.

Veranstalter der Enquete sind das Projekt sensi_pool, ein Modul der EQUAL Entwicklungspartnerschaft sensi_tec, und die Ö1 Wissenschaftsredaktion.

Weitere Informationen finden Sie unter http://science.orf.at oder www.ioe.at

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