VOR-Geschäftsführer Manfred Novy begeht Jubiläum

Drei Jahrzehnte maßgeblich im Wiener Verkehrsgeschehen

Wien (OTS) - Vor mehr als drei Jahrzehnten ging die Stadt Wien daran, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) neu zu strukturieren, einen wesentlichen Ansatzpunkt dafür hatte der Grundsatzbeschluss des Wiener Gemeinderates vom Jänner 1968 über die Errichtung eines U-Bahn-Netzes gebildet. Politischen Entscheidungsträgern und Verkehrsfachleuten war von Anfang an klar, dass in Zusammenhang mit Maßnahmen der Raumplanung die Zukunft Verkehrsverbünden von Schiene und Straße, über die Landesgrenzen hinaus, gehören werde. Es galt, einen Verkehrsverbund Wien -Niederösterreich - Burgenland in rechtlicher, organisatorischer und technischer Hinsicht vorzubereiten. Manred Novy, der 1963 in den Dienst der Stadt Wien getreten war, hatte ab 1965 Erfahrungen in Wirtschafts- und Verkehrsbereichen gesammelt, und war dann ab 1968 mit konkreten Aufgaben wie der Prognose des Verkehrsaufkommens der (geplanten) U-Bahn- Linien, der Ausarbeitung von Varianten zur Anpassung des Straßenbahn- und Busnetzes an das U-Bahn-Netz, der Untersuchung der Möglichkeiten für den Ausbau des S-Bahn-Netzes in der Wiener Region u.a.m. befasst.

Auf der Basis dieser Erfahrungen war er anschließend von 1973 bis 1975 in der Magistratsdirektion - Koordinationsbüro, verantwortlich für Koordinierungsaufgaben im Bereich Verkehr innerhalb der Stadt Wien. Der angestrebte Verkehrsverbund nahm konkretere Formen an, als erste Stufe erfolgte die Gründung einer Verkehrsverbundorganisationsgesellschaft (VVO), in die Novy mit 1. April 1975 von der Stadt Wien als Geschäftsführer entsandt wurde, mit ihm gemeinsam Franz Czimmermann (ÖBB). Diese Tätigkeit, für die dem Jubilar " besonders Umsicht, Fachwissen und Engagement" attestiert wurden, und die sich beispielsweise in der Integration der Kraftfahrlinien in ein flächendeckendes Liniennetz niederschlugen, führte dann zur Einführung des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) mit 3. Juni 1984. Da Czimmermann krankheitsbedingt ausscheiden musste, hatte Direktor Novy Jahre hindurch die alleinige Verantwortung als Geschäftsführer wahrzunehmen

Als einer der wichtigsten Träger der Daseinsvorsorge bedient

der ÖPNV in Gestalt des VOR neben dem Wiener Bereich den größten Teil von Niederösterreich (nominierte später den zweiten Geschäftsführer Mag. Schroll) innerhalb der Begrenzung - im Uhrzeigersinn - Laa an der Thaya - Thaya- und Marchverlauf (Staatsgrenze) - Wiener Neustadt - St. Pölten - Krems - Horn - Retz. Im Burgenland sind noch Mattersburg und Deutschkreutz eingeschlossen. Mit zum VOR-Netz gehört etwa die Schneebergbahn ebenso wie die Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn AG. Insgesamt (alle Zahlen gerundet) 3,5 Millionen Menschen leben im Bereich des größten österreichischen Verkehrsverbundes, ihnen stehen 700 Linien auf Schiene und Straße mit einer Gesamtlänge

von 26.000 Kilometern zur Verfügung, auf denen im letzten Jahr mehr als 800 Millionen Fahrgäste befördert wurden. Das VOR-Team arbeitet in Abstimmung mit den Wiener Linien, den ÖBB und den privaten

Busbetreibern, beharrlich und konsequent an der Optimierung des Verkehrsangebots, denn, so Novy, "es ist ständig zu hinterfragen, was die Benützer vom öffentlichen Verkehr erwarten". (Schluss) red

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