Rehabilitationsspezialisten tagen in Alpbach

Wien (OTS) - Von 6. bis 9. April 2005 findet im Congress Centrum Alpbach die 18. Jahrestagung der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DGMP) statt. Rund 330 Teilnehmer befassen sich mit dem Einsatz ganzheitlich-medizinischer Methoden in der Behandlung von Querschnittgelähmten. Veranstalter sind die DGMP und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA).

"Der Erfolg der Rehabilitation von Querschnittgelähmten wird maßgeblich durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenpflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeitern, Logopäden und Psychologen bestimmt", erklärt Primarius Dr. Hans Peter Jonas. "Im Rahmen der Veranstaltung werden aktuelle Entwicklungen präsentiert und kritisch beleuchtet." Dr. Jonas ist ärztlicher Leiter des nahe gelegenen AUVA-Rehabilitationszentrums Bad Häring und 2. Vorsitzender der Gesellschaft, die ihn mit der Austragung der diesjährigen Tagung betraut hat.

Die Rehabilitation ist eine der vier Kernaufgaben der AUVA. Sie ist das Bindeglied zwischen der Unfallheilbehandlung und der finanziellen Entschädigung von Unfallopfern. "Wir haben im vergangenen Jahr rund 68 Millionen Euro für die Rehabilitation aufgewendet", berichtet AUVA-Obmann Komm.-Rat Helmut Klomfar und folgert: "Damit haben wir die Lebensqualität der Versehrten wesentlich verbessert und gleichzeitig Einsparungen im Bereich der Unfallrenten erzielen können. Ich sehe darin eine klassische Win-win-Situation."

Insbesondere steigen die beruflichen Chancen für Querschnittgelähmte, weil ihre spezielle Behinderung in der modernen Arbeitswelt an Bedeutung verliert. Dazu kommt noch ihre positive Einstellung zum Leben und zur Arbeit, die in der Regel das Ergebnis einer ganzheitlichen Rehabilitation ist. Das hohe Niveau der Rehabilitation in den deutschsprachigen Ländern geht nicht zuletzt auch auf die ständige berufliche Weiterbildung in Verbindung mit der alltäglichen Praxis zurück. Die Jahrestagung der DGMP nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein.

Eine Posterausstellung macht Erfahrungen und Ergebnisse umgesetzter Projekte sichtbar. Arbeitskreise und Workshops geben weitere Gelegenheit zu speziellen Vertiefungen in die Thematik.

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Dr. Wilfried Friedl, Telefon (01) 331 11-530;
wilfried.friedl@auva.at

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