PARLAMENTARIER/INNEN SINGEN FÜR TSUNAMI-HILFE DER UNICEF Khol erinnert an Engagement des Heiligen Vaters für die Kinder

Wien (PK) – Nationalratspräsident Andreas Khol begrüßte heute Abend prominente Gäste mit der Zweiten Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bundesratspräsident a. D. Herbert Schambeck sowie Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und Justizministerin
Karin Miklautsch an der Spitze zu einem Benefizkonzert besonderer Art im Budgetsaal des Parlaments. Parlamentarier/innen sangen, unterstützt von Mitgliedern der Wiener Dommusik, unter der
Leitung von Domkapellmeister Johannes Ebenbauer zugunsten von UNICEF-Hilfsaktionen für Kinder und Jugendliche in den südostasiatischen Katastrophengebieten nach der Tsunami-Flut.

Präsident Khol brachte in seinen Begrüßungsworten zunächst die Trauer um den kürzlich verstorbenen Papst Johannes Paul II. zum Ausdruck. „Natürlich haben wir darüber nachgedacht, diese lange geplante Veranstaltung abzusagen", sagte Khol, „der Heilige Vater war aber ein Freund der Kinder und Jugendlichen, es wäre nicht im Sinne des teuren Verstorbenen gewesen, diese Benefizveranstaltung nicht stattfinden zu lassen", sagte Nationalratspräsident Andreas Khol.

Die Generalsekretärin von UNICEF Österreich Gudrun Berger erinnerte ihrerseits an den Kampf des Papstes gegen den
Missbrauch von Kindern und an seine Solidarität mit den Ärmsten. Die Tsunami-Katastrophe habe viele Menschen wachgerüttelt und
eine enorme Hilfsbereitschaft ausgelöst. Diesmal habe sich die Erfahrung nicht wiederholt, dass die Not nach einer Katastrophe vergessen sei, „wenn die Medien ihre Scheinwerfer ausschalten". 1,5 Millionen Kinder wurden durch die Flut um ihre Zukunft
gebracht: Kinder ohne Eltern, die traumatisiert und oft verletzt für ihr ganzes Leben immer noch zu Tausenden sterben, weil sie nicht genug zu essen haben. Die Bitte der UNICEF-
Generalsekretärin lautete, sich bewusst zu sein, „dass es keine Entwicklung geben kann, wenn wir nicht an die Kinder denken".

Gudrun Bergers Worte wurden durch eine PowerPoint-Präsentation
zur Arbeit der UNICEF im Katastrophengebiet Südostasiens illustrierte. Man sah Kinder, die nach Überlebenden und solche,
die nach Toten suchen, rasch errichtete Zeltstädte und Not-Schulen, Lieferungen von Lebensmitteln, Spielzeug und
Schulbüchern und Bilder von Kindergesichtern mit einem ersten zaghaften Lächeln.

Durch das wegen der traurigen Ereignisse leicht geänderte Musikprogramm führte Alexander Goebel. Die Abgeordneten und Bundesrätinnen aller vier Parlamentsparteien und Mitglieder der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Johannes
Ebenbauer begeisterten ihr Publikum mit Stücken von Georg
Friedrich Händel ("Air"), Gospels wie „Amen", Jazznummern wie „Pennsylvania 6-5000" und schließlich Reinhard Fendrichs "I am from Austria".

Am Ende der mit großem Beifall bedachten Darbietung sprach Moderator Alexander Goebel von einem außergewöhnlichen Abend und bezeichnete den Chor mit einer Anleihe bei der Sprache der
Politiker „als einen wahrhaft großen Wurf".

Den finanziellen Erfolg bezifferte die Initiatorin des Abends, ÖVP-Abgeordnete Christine Marek, mit 18.200 € und bat um weitere Spenden für die Hilfsprojekte der UNICEF zugunsten von Kindern
und Jugendlichen in den südostasiatischen Tsunami-Gebieten auf Konto Nummer 284 330 775/00, BLZ 20111 (ERSTE Bank). (Schluss)

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