Theaterreform - SP-Woller: "Wiener FPÖ schlecht informiert!"

Wien (SPW-K) - "Offensichtlich ist der Wiener FPÖ nicht bewusst, dass die Wiener Theaterreform sowohl die kleinen und mittleren Bühnen, als auch die freien Gruppen berücksichtigt", reagierte heute der Kultursprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Ernst Woller, auf Aussagen von FP-Ebinger. "Spurlos dürfte an Ebinger auch vorbeigegangen sein, dass wir bei den letzten beiden Sitzungen des Wiener Gemeinderats für einige freie Theatergruppen 4-Jahres-Konzeptförderungen beschlossen haben." Es gebe keine einzige Mittelbühne, die 2005 keine Subvention erhalten werde.

"Die Grundsätze des Leitbildes der Theaterreform wurden im Dezember 2003 auch mit Stimmen der FPÖ einstimmig im Wiener Gemeinderat beschlossen", so Woller weiter. "Alle TheaterleiterInen -ob freie Gruppe oder Mittelbühne - müssen sich nun einer Evaluierung und Beurteilung durch eine Jury bzw. durch Kuratoren stellen." Die Aussage von Ebinger, dass diese Jury über die Wiener Theaterlandschaft uninformiert ist, sei lächerlich - "weil ausschließlich Personen in der Jury sitzen, die über das Wiener Theaterleben bestens informiert sind." Die FP-Kritik an der Jury hänge wohl damit zusammen, dass die FPÖ als einzige der vier Rathaus-Parteien einen parteilpolitisch motiverten Vorschlag für die Zusammensetzung der Jury gemacht habe, der nicht angenommen wurde. "Das war wohl auch der Grund, warum sich die FPÖ aus der weiteren Diskussion der Teaterreform zurückgezogen hat."

Die FPÖ habe bisher ein einziges Mal in österreich Verantwortung für ein Theater gehabt - "und wir wissen alle, wie dieses Experiment in Kärnten rund um Seebühne gescheitert ist", so Woller. "Im Gegensatz dazu wird die Wiener Theaterreform von Stadtrat Mailath-Pokorny im Dialog mit allen Betroffenen konsequent, aber mit Augenmaß umgesetzt." (Schluss)

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