FP-Ebinger: Theaterreform Desaster für kleine und mittlere Bühnen!

Jahrelang erfolgreiche Theatermacher werden durch Reform entmündigt

Wien (OTS) - Als "Desaster für kleine und mittlere Bühnen" bezeichnete der Wiener FPÖ-LAbg. Mag. Gerald Ebinger die Theaterreform von SP-Kulturstadtrat Mailath-Pokorny. "Eigentlich hätte durch diese Reform die Subventionsvergabe für die "Freie Gruppen Szene" effizienter gestaltet werden sollen, genau das Gegenteil ist jedoch der Fall".

Ebinger kritisierte in diesem Zusammenhang, dass sich durch die neue Form der Geldvergabe auch bewährte und vielfach ausgezeichnete Theaterleute der "international besetzten Jury" unterwerfen müssten, die jedoch über die Wiener Theaterlandschaft absolut uninformiert sei.
"Es werden den Theatergruppen Bedingungen, wie die verpflichtende Ausschreibung der Intendanz, gestellt, um auch zukünftig in den Genuss einer Förderung zu kommen. Auf diese Weise sollen jahrelange erfolgreiche Theatermacher und ihre Arbeit entmündigt werden".

Der FP-Kulturpolitiker erklärte, dass Mailath-Pokorny seit seinem Amtsantritt was Theater betrifft allgemein kein glückliches Händchen habe, beispielsweise bei der Einsetzung des Herrn Welunschek im Rabenhof-Theater, der den Rabenhof ins finanzielle Desaster gestürzt hat, bei der Besetzung der Direktoren im Theater an der Josefstadt und im Volkstheater sowie beim Wirbel rund um die Intendanz der Wiener Festwochen.

Andererseits werde in anderen Bereichen das Steuergeld mit beiden Händen ausgeschüttet, wie bei der Renovierung des Ronachers um 46,8 Millionen Euro oder für Adi Hirschals mobiles Sommerlustspielhaus. "Dies ist eine Verhöhnung der anderen Theatermacher, die nicht nach der Pfeife des Kulturstadtrates tanzen und daher auch bei den Förderungen leer ausgehen".

"Die Theaterreform hat nicht - wie von uns erhofft - zu einer Bereicherung des Theaterlebens geführt, sondern lediglich zu gezielten Zerschlagung oder Entmündigung der Klein- und Mittelbühnen Wiens. Eine derartige Politik werden wir Freiheitlichen keinesfalls mittragen", so Ebinger abschließend. (Schluss) lb

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