Plassnik: "Österreich unterstützt Dialog zwischen EU und Iran"

Außenministerin trifft iranischen Amtskollegen Kharrazi zu Arbeitsgespräch

Wien (OTS) - Außenministerin Ursula Plassnik hat heute ihren iranischen Amtskollegen Kamal Kharrazi, der den iranischen Präsidenten Seyed Mohammad Khatami bei dessen Wien-Besuch begleitet, zu einem Arbeitsgespräch getroffen.

Plassnik betonte dabei die große Bedeutung, die Österreich den Beziehungen mit dem Iran sowohl bilateral als auch als Mitglied der Europäischen Union beimisst. "Der Iran ist ein wichtiger Partner aufgrund seiner geostrategischen Lage und seines großen wirtschaftlichen und politischen Potenzials", so Plassnik. Für Österreich seien deshalb regelmäßige Kontakte auf politischer Ebene wichtig.

Österreich werde während des EU-Ratsvorsitzes im ersten Halbjahr 2006 im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik den Beziehungen mit dem Iran einen hohen Stellenwert beimessen, versicherte die Außenministerin.

Plassnik unterstrich gegenüber ihrem iranischen Amtskollegen, dass Österreich die derzeitigen Verhandlungen der EU 3 (Frankreich, Deutschland, Großbritannien) mit dem Iran unterstütze, bei denen es vor allen darum gehe, eine Basis des gegenseitigen Vertrauens zu schaffen, um Besorgnisse der internationalen Staatengemeinschaft über das Nuklearprogramm des Iran auszuräumen.

Die Außenministerin betonte, dass Österreich traditionell eine Politik des gezielten Dialogs mit dem Iran verfolge, hier besonders zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus, zur Nahost-Politik aber auch zu Fragen der Menschenrechte. Plassnik sagte, sie verfolge die Entwicklung im Menschenrechtsbereich mit großer Aufmerksamkeit. Sie gehe davon aus, dass die demnächst anstehenden Gespräche mit EU-Experten die Voraussetzungen für Verbesserungen in diesem Bereich schaffen werden.

"Auch ein breitangelegter Dialog", so die Außenministerin zusammenfassend, "bezieht seine Glaubwürdigkeit aus konkreten Ergebnissen". Darüber hinaus sprach die Außenministerin mit ihrem Amtskollegen über die Entwicklung der Lage im Irak und im Libanon.

Auch dem Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit komme zunehmend Bedeutung zu, so Plassnik. Mit einem österreichischen Exportvolumen von 350 Mio. Euro im Jahr 2004 ist der Iran der wichtigste Markt für österreichische Produkte im Mittleren und Nahen Osten.

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