Morak: Mit Thomas Kling verliert die deutschsprachige Literatur einen großen Sprachkünstler.

Der Kunststaatssekretär zum Ableben des ersten Ernst Jandl - Staatspreisträgers

Wien (OTS) - "Mit Thomas Kling verliert die deutschsprachige Literatur einen großen Sprachkünstler. Sein Tod ist nicht nur ein großer Verlust für die Dichtkunst deutscher Sprache, sondern auch und ganz besonders für die österreichische literarische Familie, der er sich in seiner radikalen Sprachauffassung ebenso verbunden wusste wie in seiner fulminanten Vortragskunst." Mit Betroffenheit reagierte Kunststaatssekretär Franz Morak auf die Nachricht vom Tod des erst 47 Jahre alten Dichters. Morak hatte ihm 2001 in Neuberg an der Mürz den ersten Ernst-Jandl-Lyrik-Preis überreicht.

In memoriam Ernst Jandl wurde von Staatssekretär Franz Morak ein Lyrikpreis gestiftet, der die Beteutung dieses Genres in einer besonderen Weise unterstreichen soll. Die internationale Jury wählte 2001 Thomas Kling zum ersten Gewinner. Mit einem Vortrag seiner Gedichte in Neuberg a.d. Mürz riss er im Oktober 2001 zu Beifallsstürmen hin. Er bekannte dort auch seine künstlerische Verbundenheit zu Wiener Dichtern wie H.C. Artmann, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker. Thomas Kling, dessen Bücher in den renommierten Verlagen Suhrkamp und DuMont erschienen, hatte immer wieder länger in Wien gewohnt, studiert und Wortmaterial aus der Umgangssprache gesammelt. Er arbeitete sich auch in die Tiroler Mundarten ein - und veröffentlichte ein Hörwerk mit dem Titel "TyrolTyrol".

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