Polizei Vertrauenssieger in Österreich

Stuttgart / Wien (ots) - Rote Laterne für Bundesregierung und Europäische Union - Mehr Vertrauen in die Post, weniger Vertrauen in den Euro

Die Polizei ist in Österreich der Gewinner von Europas größtem Vertrauens-Test. Bundesregierung und Europäische Union landeten dagegen auf den letzten Plätzen und gelten unter 14 untersuchten Institutionen als am wenigsten vertrauenswürdig. Auch die Kirche steht auf den hinteren Plätzen in der Vertrauenstabelle: Nur 38% der Österreicher schenken der Kirche ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen. Dies teilte Reader's Digest in Stuttgart und Wien mit, das die Studie in Österreich zum dritten Mal durchführte.

Die Polizei eroberte sich die Spitzenposition im Vertrauens-Ranking zurück, nachdem sie im Vorjahr von der Institution der Ehe auf Platz zwei gedrängt worden war. 79% der Österreicher sehen die Polizei als eine "sehr" bzw. "ziemlich" vertrauenswürdige Institution an. Der Wert für die Institution der Ehe ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und erreichte nunmehr 75%. Nach der Ehe kommt das Radio mit 71% auf Platz drei der Vertrauens-Tabelle. Damit bleibt das Radio die Mediengattung, der die Österreicher das meiste Vertrauen entgegen bringen. Das Fernsehen folgt mit 57% auf Platz sechs, die Presse mit 46% auf Platz neun.

Die Bundesregierung behält trotz eines Aufwärtstrends die rote Laterne, wenn's um das Vertrauen der Bevölkerung geht. Lediglich etwas mehr als ein Viertel (28%) der Bevölkerung bringt dem Kabinett von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen entgegen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Wert jedoch verbessert: Da waren es noch 23%. Mit diesem Ergebnis liegt die österreichische Bundesregierung heuer sogar über dem europäischen Durchschnitt. Eine Reihe von Regierungen in Europa erzielten deutlich geringere Vertrauenswerte, darunter die Nachbarn Deutschland (14%), Ungarn (24%) und Tschechische Republik (9%), aber auch Polen (4%).

Bei den Österreichern punktet die Mannschaft von Bundeskanzler Schüssel vor allem mit der Gesundheitspolitik sowie der Bildungs- und Erziehungspolitik. 58% bzw. 54% der Menschen bringen der Regierung in diesen Themenfeldern ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen entgegen. Dagegen fällt das Vertrauen in andere Politikfelder mager aus. In der Rentenpolitik haben 79% der Österreicher "ziemlich wenig" bzw. "kein" Vertrauen in die Bundesregierung, in der Arbeitsmarkt-und Beschäftigungspolitik sind es 76% und in der Einwanderungspolitik sogar 85%.

Das Vertrauen der Österreicher in den Euro ist nach einem Zwischenhoch im Vorjahr deutlich zurückgegangen. Brachten im Vorjahr noch 59% der Österreicher der Gemeinschaftswährung ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen entgegen, ging der Wert nunmehr auf 48% zurück. Auch die Europäische Union hat Vertrauen verloren. Mit 29% (Vorjahr 34%) landet sie auf dem vorletzten Platz.

Die Post dagegen setzt ihren Aufwärtstrend fort und rückte in der Vertrauenswertung weiter nach vorne. Gegenüber dem Vorjahr erzielte sie sechs zusätzliche Prozentpunkte und kam mit einem Wert von 63% auf Platz fünf.

Die Gewerkschaften leiden europaweit unter Vertrauensentzug. In Österreich allerdings konnten sich die Gewerkschaften um fünf Prozentpunkte verbessern und landeten mit einem Wert von 34% noch vor der Europäischen Union auf dem drittletzten Platz.

Wie Österreicher und Europäer ihren Institutionen vertrauen Das Vertrauen in folgende Institutionen ist "sehr hoch" bzw. "ziemlich hoch" [in %, Ergebnisse aus dem Vorjahr in Klammern]

Österreich Europa Polizei 79 (71) 56 (56) Ehe 75 (77) 72 (73) Radio 71 (74) 72 (72) Öffentliche Verkehrsmittel 68 (63) 57 (56) Post 63 (57) 68 (71) Fernsehen 57 (55) 57 (57) Bundeswehr / Armee 55 (57) 58 (59) Euro 48 (59) 50 (52) Presse 46 (47) 45 (47) Internationale Unternehmen 39 (44) 34 (36) Kirche 38 (37) 43 (43) Gewerkschaften 34 (29) 29 (29) Europäische Union 29 (34) 39 (42) (Bundes-) Regierung 28 (23) 25 (28)

Quelle: Reader's Digest European Trusted Brands 2005

Wie Österreicher und Europäer Aktivitäten ihrer Regierungen vertrauen Das Vertrauen in folgende Regierungsaktivitäten ist "sehr hoch" bzw. "ziemlich hoch" [in %, in Klammern die Werte von 2004]

Österreich Europa Gesundheitspolitik 58 (47) 33 (32) Bildung und Erziehung 54 (48) 40 (41) Umweltpolitik 45 (37) 34 (33) Sozialpolitik 33 (34) 26 (27) Arbeitsmarkt-/ Beschäftigungspolitik 23 (22) 16 (19) Rentenpolitik 20 (19) 23 (23) Einwanderungspolitik 14 (22) 16 (16)

Quelle: Reader's Digest European Trusted Brands 2005

Über die Studie

Die veröffentlichten Ergebnisse sind der aktuell größten europaweiten Verbraucherstudie "Reader's Digest European Trusted Brands 2005" entnommen. Zum fünften Mal hat die meistgelesene Zeitschrift der Welt das Vertrauen der Menschen in 14 europäischen Ländern in Marken und Institutionen ermittelt, dabei zum dritten Mal auch in Österreich. Rund 25.000 Leser von Reader's Digest beteiligten sich von September bis November vergangenen Jahres an der Umfrage, davon 700 in Österreich. Die Ergebnisse wurden repräsentativ zur jeweiligen Altersstruktur der Bevölkerung ermittelt. Damit ist die jährlich durchgeführte Studie "Reader's Digest European Trusted Brands 2005" die aktuell größte europaweite Verbraucheruntersuchung, teilte Reader's Digest in Stuttgart und Wien mit. Ihre Ergebnisse finden weit über Fachkreise hinaus Beachtung.

Erste Ergebnisse über die vertrauenswürdigsten Marken Österreichs wurden bereits vor wenigen Tagen mitgeteilt. Demnach schenken die Österreicher vor allem internationalen großen Marken wie Nokia, Nivea, Visa Card, TUI und Persil das meiste Vertrauen. Voeslauer, Raiffeisen, Glem Vital, Henkell und Chello rückten von Platz zwei auf die Spitzenposition in ihrer jeweiligen Produktkategorie vor. Eine Reihe weiterer Marken aus Österreich schaffte es, den Spitzenplatz aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen, darunter OMV, Recheis, Uniqa und Spitz. Bei den Automobilen bleibt Volkswagen in den Augen der österreichischen Verbraucher die vertrauenswürdigste Marke.

Über Reader's Digest

Das Magazin Reader's Digest ist die meistgelesene Zeitschrift der Welt. Allein in Europa haben 4,7 Mio. Menschen eine der 20 europäischen Ausgaben von Reader's Digest abonniert. In Stuttgart und Wien erscheinen die deutsche und österreichische Ausgabe des Magazins Reader's Digest. Außer dem Magazin gibt der Verlag Bücher, Musik- und Videokollektionen sowie Hörbücher heraus.

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