Mariahilf: Gedenken an Kabarettist Fritz Grünbaum

Wien (OTS) - Zum 125. Male jährt sich am Donnerstag, 7. April, der Geburtstag des renommierten Kabarettisten Fritz Grünbaum (1880 -1941). Aus diesem Anlass lädt die Bezirksvorsteherin des 6. Bezirkes, Renate Kaufmann, um 18 Uhr, zu einer Gedenkfeier auf dem Fritz-Grünbaum-Platz (Wien 6., nächst Gumpendorfer Straße, Schadekgasse und Kaunitzgasse) ein. Die Historikerin Dr. Marie-Theres Arnbom hält eine Ansprache, dann wird die Veranstaltung in der nahen städtischen Bücherei (Wien 6., Gumpendorfer Straße 59-61) fortgesetzt. Der Kabarettist Christoph Krall trägt amüsante Texte von Fritz Grünbaum vor. Mit der Realsatire "Ein Monument für Fritz Grünbaum" ruft der Mariahilfer Bezirksrat Richard Weihs die Vorgeschichte bis zur Benennung des Fritz-Grünbaum-Platzes in Erinnerung. Erbauliche Klezmer-Klänge und "jiddische" Lieder interpretiert die Gruppe "Pallawatsch". Die Veranstaltung ist frei zugänglich.

Organisiert wird die Gedenkveranstaltung durch die Mariahilfer Kultur-Kommission. Dr. Marie-Theres Arnbom beschreibt in ihrer Gedenkrede das wahrlich umfangreiche künstlerische Wirken von Fritz Grünbaum und berichtet über dessen Verfolgung in der NS-Zeit. Arnbom engagierte sich als Kuratorin der empfehlenswerten Fritz-Grünbaum-Ausstellung im "Österreichischen Theatermuseum", Angaben zu dieser Schau im Internet: www.theatermuseum.at.

Telefonische Informationen: 588 21/06 110

Auskünfte zur Gedenkfeier am Donnerstag können beim Büro der Bezirksvorstehung Mariahilf unter der Telefonnummer 588 21/06 110 eingeholt werden (E-Mail: post@b06.magwien.gv.at).

Fritz Grünbaum war ein bedeutender österreichischer Kabarettist in der Zwischenkriegszeit. Mit Karl Farkas entwickelte Grünbaum die vergnüglichen Doppel-Conferencen. Die Dialoge zwischen dem "G’scheiten" und dem "Blöden" sind Kabarett-Klassiker geworden. Der Vielseitige profilierte sich als Operetten-Librettist ("Die Dollarprinzessin", u.a.), Schauspieler, Regisseur, Revue-Autor, Drehbuch-Verfasser und Schlager-Texter. Auch als Kunstsammler hat sich Fritz Grünbaum einen Namen gemacht. Oft gastierte der populäre Künstler in den Spielstätten "Ronacher" und "Simpl". Im 6. Bezirk arbeitete Grünbaum für das Theater "Apollo", weitere Auftrittsorte waren das Kleinkunst-Lokal "Hölle" und die Bühne "Literatur am Naschmarkt". Fritz Grünbaum gehört zu den Opfern des NS-Regimes, er erblickte 1880 in Brünn das Licht der Welt, kam 1899 nach Wien und ist 1941 im Konzentrationslager Dachau verstorben. Im Jahre 1989 wurde die offizielle Benennung des Fritz-Grünbaum-Platzes in Mariahilf vorgenommen. (Schluss) enz

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