Lopatka: ÖVP tief bestürzt über Ableben von Papst Johannes Paul II.

Unermüdlich und bis zur Selbstaufgabe im Dienst der Kirche

Wien, 2. April 2005 (ÖVP-PK) Tief bestürzt zeigte sich heute, Samstag, ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka angesichts des Ablebens von Papst Johannes Paul II. "Als tiefgläubiger Christ, als unermüdlicher Mahner zu Frieden und sozialer Gerechtigkeit, als Kämpfer für Menschenrechte und gegen den Kommunismus und als Versöhner mit dem Judentum hat Papst Johannes Paul II. nicht nur Kirchengeschichte geschrieben, sondern er war eine faszinierende Gestalt der Weltgeschichte des 20. und
21. Jahrhunderts. Trotz seiner offenkundigen Krankheit stellte er sich unermüdlich und bis zur Selbstaufgabe in den Dienst der Kirche." ****

Karol Wojtyla war der erste nicht-italienische Papst seit dem 16. Jahrhundert, und der erste Papst aus einem slawischen Land. In seiner Jugend erlebte er die Gräuel der Naziherrschaft in Polen, dann über dreißig Jahre lang die bolschewistische Diktatur. In seiner Glaubensbotschaft legte er daher größten Nachdruck auf die Unverletzlichkeit der Würde des Menschen. "Spätestens seit dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989 war ihm seine außerordentliche Position in der Geschichte sicher", so Lopatka, der in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass Johannes Paul II. durch sein Wirken maßgeblich zum Untergang der kommunistischen Diktaturen des Ostblocks beigetragen habe, zugleich aber vor den Auswüchsen des Kapitalismus warnte.

"Dankbar gedenken wir Österreicher der drei Pastoralbesuche Johannes Paul II in den Jahren 1983, 1988 und 1998", sagte der ÖVP-Generalsekretär. Der Papst besuchte auf seinen zahlreichen Reisen Länder in allen fünf Kontinenten, traf mit vielen Millionen Menschen zusammen. "Wie kein anderer Papst der Neuzeit festigte er dadurch die Dimension der 'Katholizität' der Kirche, ihre weltumspannende Universalität."

"Johannes Paul II war ein Papst, der das Gesicht der Welt verändert hat; er war ein 'Athlet Gottes', wie ihn sein väterlicher Freund Kardinal Wyszinski bezeichnete, und ein 'Bergmensch', der
mit äußerster Überwindung und Zähigkeit die Gipfel erreichen wollte. In einer Zeit des gedankenlosen Atheismus einerseits und fundamentalistischer Verengung andererseits verkörperte er die Urkraft des Glaubens an die Menschenfreundlichkeit des einen Gottes für alle Menschen", so Lopatka abschließend.

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