Khol: Das Parlament trauert um Papst Johannes Paul II.

"Mann des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit"

Wien (PK) - Das österreichische Parlament trauert um Papst
Johannes Paul II. Nationalratspräsident Andreas Khol zeigte sich bei Bekanntwerden der traurigen Nachricht "tief betroffen" und ordnete für das Parlament Trauerbeflaggung an. "Heute ist ein großer Staatsmann von uns gegangen. Das Staatsoberhaupt des Vatikans war ein Mann des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit, dem der Schutz des Lebens ein besonderes Anliegen war. Wir alle sind tief erschüttert. Die ganze Welt trauert um den charismatischen Papst, der Grenzen der Intoleranz überwunden und vielen Menschen neue Hoffnung gegeben hat. Der Papst stand für das Leben, nicht für den Tod. Bis zuletzt hat er mit aller Kraft für die Menschen, nicht nur für die Katholiken, gearbeitet und gebetet. Sein gesamtes Wirken stellte er in den Dienst der Welt, des Friedens und der Kirche", so der Nationalratspräsident.

Der Papst sei auch Wegweiser und Krisenmanager gewesen. "In schwierigen, weltpolitischen Situationen fand er stets die richtigen mahnenden Worte, die Gewicht hatten. Sein Wirken war mit entscheidend für das Ende des Kommunismus in Ost- und Mitteleuropa. Innerkirchliche Krisen hat der Heilige Vater mit Ruhe und Umsicht bewältigt. Er selbst war bei den Menschen anerkannt und unbestritten. Der Weltpolitiker Johannes Paul II. wurde immer wichtiger und beliebter. Die Welt ist ihm zu großem Dank verpflichtet", so Khol. Das gelte auch für die Republik Österreich. Mit seinen Besuchen in Österreich habe Johannes Paul II. nicht nur den Katholiken, sondern der gesamten Republik seine Wertschätzung erwiesen. "Im Namen des Parlaments möchte ich ihm dafür Hochachtung und Dank aussprechen."

Diese Wertschätzung sei im Vorjahr auch einer österreichischen Parlamentsdelegation zu Teil geworden. Der Heilige Vater empfing Nationalratspräsident Khol und die Klubobleute aller vier Parlamentsparteien im Vatikan. Für Khol "ein historisches Ereignis". "Der Papst hat jedes Delegationsmitglied individuell begrüßt. Die ganze Delegation, Gläubige und Nichtgläubige, war von der Persönlichkeit des Papstes beeindruckt", so Khol. "Johannes Paul II. hat uns mit großer Aufmerksamkeit zugehört und das Gespräch unterbrochen, wenn er etwas zu sagen hatte. Am Schluss hat er uns seinen apostolischen Segen erteilt und gesagt: "Dieser Segen ist für Österreich." Für Khol "ein tief beeindruckendes Erlebnis".

"Unvergessen wird auch der Heilige Vater selbst sein. Noch sehr lange wird die Welt von seinem Charisma profitieren. Noch lange wird er für viele ein Vorbild sein. Ein Vorbild für jene, die für den Schutz des Lebens, für Friede, Freiheit und Gerechtigkeit eintreten. Ein Vorbild für die Welt, eine prägende Persönlichkeit des Jahrhunderts", schloss Khol.

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