Sonja Ablinger will als neue Vorsitzende der SPÖ-Frauen OÖ aufs Ganze gehen

Erich Haider: "Frage der Einkommensgerechtigkeit muss gestellt werden!"

Linz (OTS) - Bei der heutigen Landesfrauenkonferenz in Hörsching wurde Sonja Ablinger mit einem großen Vertrauensvotum von 95,5% zur neuen Vorsitzenden der SPÖ Frauen Oberösterreich gewählt. "Keine halben Sachen - aufs Ganze gehen!", dieses Motto der Landesfrauenkonferenz will Sonja Ablinger auch in ihrer neuen Funktion durchsetzen, wenn es darum geht, sich für die Frauen in Oberösterreich stark zu machen. Landesparteivorsitzender LH-Stv. Erich Haider gratulierte herzlich und wünschte der neuen Vorsitzenden, Mut, Kraft und Erfolg für die Frauenarbeit in Oberösterreich.

"Während Schwarz-Blau ihre fünf unrühmlichen gemeinsamen Jahre feiert, müssen die Menschen in diesem Land zahlreiche Ungerechtigkeiten und Schlechterstellungen einstecken", zeigte Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, auf. Sozialabbau, Ausverkauf, Schließungen, Privatisierungen, Bildungsmisere, Einsparungen im Gesundheitsbereich, Teuerungen bei den Gütern des täglichen Bedarfs. Alles Dinge, die vor allem viele Frauen besonders schmerzlich treffen. Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen klaffen weit auseinander - wie sonst nirgendwo in Europa - der Anstieg jener Frauen, die (unfreiwillig) Teilzeit arbeiten oder geringfügig beschäftigt sind, steigt stetig an. Das Einkommen daraus ist nicht existenzsichernd. "Es ist daher die Frage der Einkommensgerechtigkeit, die wir stellen müssen, wenn man weiß, dass 80% der Frauen bei der Mindestpension landen und Armut im Alter für viele damit praktisch vorprogrammiert ist", sieht Erich Haider in einer starken, sozialdemokratischen Gegenbewegung die einzige Chance, dieser unfairen Politik wirksam entgegenzutreten.

Er dankte der 2. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die 15 Jahre lang Frauenvorsitzende in Oberösterreich war, für ihre erfolgreiche Arbeit und reihte sie in eine Reihe mit profilierten Frauenpolitikerinnen wie Johanna Dohnal, die Gast bei der heutigen Veranstaltung war. Sie hatte sich in ihrer Zeit als Frauenministerin ebenfalls nie mit halben Sachen zufrieden gegeben, ist immer aufs Ganze gegangen und hat damit viel für die Frauen in Österreich erreicht.

"Seit dem Antritt von Schwarz-Blau in den letzten fünf Jahren ist für die Frauen nicht nur nichts weitergegangen, es hat sogar zahlreiche Rückschritte gegeben", erinnerte Barbara Prammer daran, dass nur mehr jede zweite Frau den Wiedereinstieg ins Berufsleben schafft. Vier von zehn Frauen arbeiten Teilzeit und beziehen daraus ein Einkommen, von dem sie nicht eigenständig leben können. Sie will den Vorschlag einer Arbeitsstiftung für Frauen, den die SPÖ im oö. Landtag eingebracht hat, auch auf Bundesebene übernehmen.
"Wenn Frauen endlich gleich berechtigte Chancen erhalten sollen, muss dafür gesorgt werden, dass ihre Chancen am Arbeitsmarkt steigen und der Wiedereinstieg nach der Babypause erleichtert wird", schlägt Frauen-Landesrätin Silvia Stöger in dieselbe Kerbe.

Verzahnung mit Gemeindepolitik
Die neue SPÖ- Frauenvorsitzende Sonja Ablinger erinnerte daran, dass es mit der schwarz-blauen Frauenpolitik wie mit einem Phantomschmerz ist - sie ist nicht existent, denn "Frauenpolitik ist mehr, als bloß Frauen in der Politik", so Ablinger. Sie sieht eine der großen Herausforderungen für sozialdemokratische Frauenpolitik in einem vehementen Engagement für existenzsichernde Beschäftigungspolitik, die Frauen faire Chancen, gerechte Entlohnung und die Absicherung im Alter gewährleistet. Durch die Verzahnung mit der konkreten Arbeit in den Städten und Gemeinden - zum Beispiel beim Kampf um mehr und bedarfsgerechte Kinderbetreuungseinrichtungen -will die neue SP-Frauenchefin den wesentlichen Grundstein für eine erfolgreiche Frauenpolitik legen und freut sich auf ihre neue Aufgabe.

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