Brauner: Wien macht vorbildliche Frauenpolitik!

Konferenz der Wiener SPÖ- Frauen: "Vor allem die Frauen"

Wien (SPW) - "In Wien gelingt es, Frauenpolitik mit Frauen für Frauen zu machen", eröffnete SPÖ Wien-Frauenvorsitzende, Stadträtin Renate Brauner am Samstag ihre Rede anlässlich der Konferenz der Wiener SPÖ Frauen, welche unter dem Motto "Vor allem die Frauen" stand. Brauner hob hervor, wie wichtig es gerade in diesem Gedenk-und Bedenkjahr wäre, eine Standortbestimmung vorzunehmen. Dieser Intention folgend hielt die Wiener Frauenvorsitzende eine kurze Rückschau auf die frauenpolitischen Errungenschaften der Sozialdemokratie und äußerte sich über die gegenwärtige Lage der Frauenpolitik auf Bundesebene, aber auch über Wiener Landesfrauenpolitik: "In Wien reden wir nicht, in Wien tun wir was!" ****

Dass Frauenpolitik schon immer eine Priorität der Sozialdemokratie war, verdeutlichte Brauner durch eine kurze Rückschau auf die Vergangenheit und erinnerte an die zwei großen Sozialdemokratinnen Gabriele Proft und Rosa Jochmann. Denn: "Wenn wir Demokratie, Freiheit und den Sieg über den Faschismus feiern, müssen wir uns in Erinnerung rufen, was die Frauen geleistet haben und wie sehr sie am Aufbau dieses Landes beteiligt waren." Vieles, was für junge Frauen heute selbstverständlich wäre, hätten sie der Pionierarbeit sozialdemokratischer Frauen zu verdanken. Renate Brauner hob besonders die Reform des Familienrechtes, die Verankerung von Frauenlohngruppen im Kollektivvertragsgesetz, sowie die Fristenlösung als Beispiele hervor. Bezugnehmend auf das 1975 beschlossene Recht der Frauen, in Landeskliniken bis zur 12. Schwangerschaftswoche abzutreiben und die in Salzburg neu entbrannte Diskussion darüber stellte die Wiener Stadträtin mit Nachdruck klar: "Ich werde mit aller Kraft dafür kämpfen, dass hier das Rad der Geschichte nicht zurückgedreht wird!"

Einen krassen Gegensatz zur frauenfreundlichen sozialdemokratischen Politik stelle die Politik der Bundesregierung dar. Hier würde täglich bewiesen, dass das Geschlecht allein nicht dazu qualifiziert, Frauenpolitik zu machen. Frauen jeglichen Alters sähen sich heutzutage mit Problemen und Nachteilen konfrontiert, welche von den Verfehlungen der schwarzblauen Bundesregierung verursacht wurden. Exemplarisch stellte die Wiener SP-Frauenvorsitzende drei Frauenschicksale dar. Ein sechzehnjähriges Mädchen wäre mit steigender Jugendarbeitslosigkeit, der Abschaffung von Lehrlingsförderungsfonds durch die schwarzblaue Bundesregierung sowie erschwertem Zugang zu den Universitäten, welchen die Studiengebühren nach sich gezogen hätten, konfrontiert. Einer 35jährige Topdesignerin würde durch die Einführung des Kindergeldes der Wiedereinstieg ins Berufsleben erschwert. Darüber hinaus sähe auch sie sich mit steigender (AkademikerInnen)-Arbeitslosigkeit konfrontiert. Auch für Pensionistinnen wäre die derzeitige Lage aufgrund von steigenden Rezeptgebühren und Selbstbehalten sowie der so genannten Pensionsreform mehr als prekär. Brauner kritisierte: "Ich empfinde es als eine Schande, dass gerade jene Frauen, denen wir es verdanken, dass wir und Freiheit und Demokratie leben, diesen Problemen ausgesetzt werden!"

Passend zum Motto der Veranstaltung konstatierte die Stadträtin:
"Gerade die Frauen haben unter der Bundesregierung zu leiden, aber gerade für Frauen haben wir Alternativen." In Wien würde im Rahmen der Möglichkeiten, welche die Bundesregierung der sozialdemokratischen Stadtregierung lässt, alles gegen Jugendarbeitslosigkeit getan. In Wien habe ein Mädchen auch die Möglichkeit, einen nicht "frauentypischen" Beruf zu ergreifen, Informationen gäbe es zum Beispiel am Wiener Töchtertag. Müttern würde der Wiedereinstieg ins Berufsleben durch die in Österreich einzigartige Einrichtung des Wiener Arbeitnehmerinnen Förderungsfonds erleichtert. Auch der Weg in die Selbstständigkeit wird Frauen durch die Gründerinnenberatung des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds leichter gemacht. Darüber hinaus gäbe es in Wien flächendeckende und vor allem leistbare Kinderbetreuung.
Auch für Pensionistinnen leiste die Stadt Wien vorbildliche Arbeit, beispielsweise durch die Konzepte der ambulanten und stationären Pflege sowie durch zahlreiche Freizeitangebote für die ältere Bevölkerung. Brauner betonte, dass es auch in Zukunft die Stoßrichtung der sozialdemokratischen Politik sein werde, Frauengesundheit und Gesundheitsvorsorge in Wien zu erhalten und auszubauen. Denn: "Medizinische Spitzenversorgung darf nicht vom Geldbörsel, der Herkunft oder gar dem Geschlecht abhängen!"

"Wien ist anders", stellte Renate Brauner klar. Denn in Wien gebe es die höchste Frauenerwerbsquote und die bestausgebildeten Frauen im Bundesländervergleich. Außerdem tappten die Frauen nicht so leicht in die Falle der "working poor" da der Anteil der Frauen in atypischen Arbeitsverhältnissen nur 41 Prozent betrage, während er im Rest Österreichs fast 60 Prozent beträgt. Die Wiener Stadtregierung betreibe außerdem eine vorbildliche Betriebsansiedlungs- und Arbeitsmarktpolitik, was die ausschließlich in Wien rückläufige Zahl der Erwerbslosen belege. Auch innerhalb der sozialdemokratischen Bewegung würden "vor allem die Frauen" gefördert. Bei den BezirksvorsteherInnen herrscht nun ein Verhältnis 50:50, auch sind über 40 Prozent der SP-GemeinderätInnen Frauen. Renate Brauner gab sich zuversichtlich: "Das alles zeigt deutlich, dass die Zukunft den Frauen gehört." Denn die Sozialdemokratie kann Alternativen zur Bundesregierung nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis anbieten, was unter vielem anderen die Frauenpolitik beweist." (Schluss) lw/gd

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