Erwin LANC: 'Karl Renner ist der Vater der österreichischen Neutralität'

Wien (OTS) - Erwin LANC, Präsident des Internationalen Instituts für den Frieden (IIP), gratuliert der Gemeinde Gloggnitz zur heutigen Wiedereröffnung des Renner-Museums. 'Die im Museum ausgestellten Schaustücke machen die Lebensgeschichte dieses Politikers anschaulich', so LANC. 'Die Große Gedenkfeier am heutigen Tag des Jubiläumsjahr 2005 darf aber nicht auf die bahnbrechende Renners Rolle bei der Entwicklung des österreichischen Neutralitätsgedankens vergessen. Karl Renner war der maßgebliche politische Architekt der Zweiten Republik Österreich. Er war zugleich Vater einer Außenpolitik auf Basis der Neutralität und damit der entscheidende Stichwortgeber für die spätere Unabhängigkeit des Landes.'

LANC erinnert in diesem Zusammenhang an jenen berühmten Artikel Dr. Karl Renners in der amtlichen Wiener Zeitung vom Sonntag, den 19. Jänner 1947, in dem sich erstmals nach dem Krieg ein prominenter Landsmann öffentlich für eine neutrale weltpolitische Rolle Österreichs nach dem Vorbild der Schweiz ausgesprochen hat. Der staatspolitische Wirkung dieser Erklärung sei in ihrer Bedeutung gar nicht zu unterschätzen, betont LANC: 'Renner hat damals einen in der Bevölkerung weit verbreiteten Gedanken aufgegriffen. Seine Forderung liefert außerdem den klaren historischen Beweis dafür, dass die Neutralität Österreich in den Staatsvertragsverhandlungen von 1955 keineswegs aufgezwungen, vielmehr endlich akzeptiert wurde.'

Was Bundespräsident Renner 1947 als erster Politiker öffentlich verlangt habe, werde heute immer noch von der überwiegenden Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen geteilt: Dass nämlich unser Land sich von Kriegen fernhalten, aber solidarisch im Rahmen der UN für den Frieden eintreten soll.

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