Gentechnik und Landwirtschaft - Die Lösung für den Hunger?

Wien (OTS) - Während Bauern in ganz Österreich derzeit gelbe Tafeln auf den Äckern aufstellen, um ihren freiwilligen Verzicht auf den Einsatz von gentechnisch manipuliertem Saatgut zu erklären, argumentiert die Genlobby mit gesteigerten Ernteerträgen, Saatgutverbesserungen oder Schädlingsressistenz. Doch nicht nur in Österreich, sondern weltweit gehen beim Thema Gentechnik in der Landwirtschaft die Wogen hoch. Die zentrale Fragen lautet: Ist Gentechnik DIE Lösung für den Welthunger oder profitiert davon nur eine Hand voll Agrokonzerne?

Welthaus Österreich beschäftigt sich in einem dreijährigen EU-Projekt mit Ursachen, Folgen und Lösungsansätzen für den weltweiten Hunger. Rund 840 Millionen Menschen hungern; 1,2 Milliarden müssen mit weniger als einem Euro ums Überleben kämpfen. Hunger ist in erster Linie ein politisches und soziales Problem, bedingt durch unfaire Handelsbedingungen, Armut und fehlenden Zugang zu Ressourcen wie Land, Wasser, Saatgut oder finanziellen Mitteln. Bereits heute werden ausreichend Nahrungsmittel produziert. Wenn jemand zu arm ist, um sich Saatgut zu kaufen, werden transgene Pflanzen daran nichts ändern. Doch mit dem Argument der Hungerbekämpfung versuchen Konzerne die Öffentlichkeit von der Gentechnologie zu überzeugen.

Welthaus Graz und WIDE veranstalten zum Thema Gentechnik und Landwirtschaft eine Fortbildung mit der Biochemikerin Eva Lachkovics und der Landwirtschaftsexpertin Iris Strutzmann. Wann? 13. April 2005, 14.30 - 18.30 Uhr. Wo? Haus der Frauen - Erholungs- und Bildungszentrum, 8222 St. Johann. Infos und Anmeldung bis 7. April 2005 im Haus der Frauen, Tel. 03113 2207, Mail:
kontakt@hausderfrauen.at

Mehr Infos zum Thema: www.welthaus.at; www.oneworld.at/wide

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Haus der Frauen
Tel.: 03113 2207, Mail: kontakt@hausderfrauen.at

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