Leitl: Heute Startschuss für Zukunftsvorsorge auch für Selbständige

Senkung des Krankenversicherungsbeitrages soll zur Finanzierung einer zweiten Säule in der Pensionsvorsorge dienen - Antrag im Vorstand der gewerblichen Sozialversicherungsanstalt

Wien (PWK219) - "Wir haben im Wirtschaftskammer-Wahlkampf eine bessere soziale Absicherung für Selbständige versprochen. Und dieses Versprechen soll und wird jetzt zügig umgesetzt werden." Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, bringt daher bereits heute, Dienstag, als Obmann der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, einen Antrag in deren Vorstand ein, rasch eine Zukunftsvorsorge für Unternehmer - angelehnt an das Modell der Abfertigung Neu für Arbeitnehmer - zu schaffen.
Leitl: "Der derzeitige Krankenversicherungsbeitrag für Unternehmer beträgt 9,1 Prozent. Im Sinn einer Fairness und Gleichbehandlung sollte dieser Betrag auf das ASVG-Niveau von 7,5 Prozent gesenkt werden." Die erzielte Beitragsersparnis von 1,6 Prozent soll in eine eigene Zukunftsvorsorge für Selbständige fließen. "Unternehmer können dann", so Leitl, "im Fall der Betriebsaufgabe oder bei Pensionsantritt wählen, ob sie die angesparten Beiträge als Einmalzahlungen oder als monatliche Rente erhalten, wobei die monatliche Verrentung steuerfrei gestellt sein soll."

Dem heutigen Startschuss für die Zukunftsvorsorge für Unternehmer sollen in den kommenden Wochen und Monaten neben den notwendigen Vorarbeiten in der gewerblichen Sozialversicherung Verhandlungen mit den politischen Parteien und der Regierung über die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Umsetzungsdetails folgen. Ziel ist, dass es mit Jahresbeginn 2006 für die Selbständigen eine eigene Zukunftsvorsorge gibt.
Leitl begründet seine Initiative damit, dass die durchschnittliche Pension für Selbständige mit rund 1000 Euro genau so hoch ist wie jene von Unselbständigen: "Bei den Arbeitern und Angestellten kommt dazu noch die Abfertigung Neu hinzu. Es ist daher nur recht und billig, wenn wir auch für Selbständige eine eigene zweite Säule in der Pensionsvorsorge errichten."
Grundsätzlich, so der WKÖ-Präsident, haften "Österreichs Selbständige für den betrieblichen Erfolg und für die damit verbundenen Arbeitsplätze mit ihrem Kapital, mit ihrem Vermögen und ihrer Reputation. Daher ist es notwendig, die soziale Absicherung für diese Leistungsträger zu verbessern." (Rh)

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