Nasko: Operetten-Aus in St. Pölten war nie ein Thema

Ursprünglich erstelltes Konzept der Spartentrennung war ein gutes

St. Pölten, (SPI) - Wenig Verständnis zeigt der SPNÖ Kultursprecher, LAbg. Prof. Dr. Siegfried Nasko, für die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der geplanten Spartentrennung der drei Bühnen -Festspielhaus, Schauspielhaus und Bühne im Hof - in St. Pölten. "Für mich war die ursprünglich erstellte Vereinbarung nach dem Eigentümerwechsel des ehemaligen Stadttheaters und zukünftigen Schauspielhaus eine gute. Dass nun das Musik-Theater, insbesondere die Operette, in der Landeshauptstadt vor dem Aus steht, war nie ein Thema und ist für mich rätselhaft", kommentiert der St. Pöltner Landtagsmandatar die neuen Pläne zur Bespielung der drei Häuser. "Sollte man bei diesem Vorhaben bleiben, besteht die Gefahr, wichtige Bundessubventionen vom Theatererhalterverband zu verlieren", warnt der NÖ-Politiker. Nasko rechnet mit rund 550.000 Euro, die derzeit in der Luft hängen, sollte es zum "Operetten-Aus" in Niederösterreichs Landeshauptstadt kommen.****

Nach dem Eigentümerwechsel des Stadttheaters zum Land NÖ wurde ein Konzept unter den Bühnen ausgearbeitet, wobei das Musik-Theater im Festspielhaus konzentriert werden sollte, im Schauspielhaus schwerpunktmäßig Literatur, Volkskomödie und Stücke heimischer Autoren aber auch kleinere musikalische Produktionen am Spielplan stehen sollten. "Die aktuellen Vorgänge sind umso verwirrender, da in der Saison 2003 - 2004 das beste finanzielle Ergebnis der letzten 10 Jahre im ehemaligen Stadttheater erzielt wurde. Eine ‚39 % Steigerung' des zahlenden Publikums zeugt vom großen Einsatz des bisherigen Teams", sieht LAbg. Nasko einen gewissen Widerspruch zu den beabsichtigten Maßnahmen.

"Kleinere musikalische Produktionen im Schauspielhaus waren im Konzept von Anfang an vorgesehen. Umso mehr wundert es mich jetzt, dass dieser Teil offensichtlich herausgestrichen wurde und damit die Operette aus St. Pölten verbannt werden soll. Wenn man schon keine großen teuren Eigeninszenierungen produzieren möchte, sollte wenigstens die Möglichkeit ins Auge gefasst werden, Produktionen von anderen Bühnen zuzukaufen", so Nasko abschließend.
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