ÖH: Beschränkungen schon Realität

Laut Winckler keine Zugangsbeschränkungen, doch "Neugestaltung der Eingangsphase"

Wien (OTS) - Das Gespräch von StudierendenvertreterInnen mit dem Rektor der Universität Wien, Georg Winckler, vergangenen Dienstag ist vorläufig ein kleiner Lichtblick an der Uni Wien, doch für zukünftige Studierende verdunkelt sich der Himmel auch schon wieder, wenn es um den offenen Hochschulzugang geht. Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) fürchtet, dass die "Neugestaltung der Studieneingangsphase" Studierende künftig aussieben soll, von den zu erwartende Aufnahmeprüfungen für MedizinstudentInnen ganz zu schweigen.

"Das Bekenntnis von Rektor Winckler gegen Aufnahmeprüfungen an der Uni Wien zeugt zwar von wachsender Einsicht, doch sollte er sich auch den Tatsachen stellen, dass versteckte Zugangsbeschränkungen bereits existieren", meint Barbara Wittinger aus dem Vorsitzteam der ÖH. "Bei Medizinstudien zum Beispiel sorgt schon jetzt die SIP-Prüfung am Ende des ersten Abschnittes für die nötige Dezimierung der Studierenden. Eine ‚Umgestaltung der Eingangsphase', wie sie Winckler ankündigt, könnte auch bei anderen Studienrichtungen den selben Zweck erfüllen."

"Dass Zugangsbeschränkungen vor allem die Medizinstudien betreffen würden, ist kein Trost", so Patrice Fuchs aus dem Vorsitzteam. "Wir werden weiterhin am offenen Hochschulzugang festhalten, denn keine andere Lösung ist sozial verträglich. Gerade in der Medizin ist die soziale Selektion ohnehin schon besonders hoch".

"Offen bleibt die Frage, ob Winckler sich mit seinen ‚Lösungsvorschlägen' durchsetzen kann und den offenen Hochschulzugang beim Ministerium verteidigen kann. Die Vorbildwirkung für andere Unis sich klar gegen Aufnahmeprüfungen auszusprechen, sollte aber der Uni Wien auf keinen Fall abgesprochen werden.", so das Vorsitzteam abschließend.

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