GdG begrüßt EU-Kehrtwende bei Dienstleistungsrichtlinie

Hundstorfer: "Etappensieg ohne Unterstützung der österreichischen Regierung!"

Wien (GdG/ÖGB) - Als "Etappensieg und Schritt in die richtige Richtung" begrüßte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Rudolf Hundstorfer, Mittwoch den Rückzieher der EU in Sachen Liberalisierung durch die Dienstleistungsrichtlinie. Jetzt zeichnet sich ab, dass deutlich weniger liberalisiert werden soll, als ursprünglich beabsichtigt. Bedauerlich sei jedoch die Tatenlosigkeit der österreichischen Regierung.++++

Niedriglöhne und Sozialdumping sind vorerst abgewendet: Nach starkem Druck vor allem aus Frankreich und Deutschland mahnte nun auch der amtierende EU-Ratspräsident, Luxemburgs Regierungschef Juncker, das "europäische Sozialmodell" einzuhalten. "In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Wende zur Vernunft anhält, oder die Liberalisierungsfans noch einmal mobil machen", erklärte Hundstorfer. Gerade deshalb wäre es wichtig, dass auch die Österreichische Regierung nun endlich klar für die Erhaltung der Sozialstandards eintrete und der Liberalisierung der öffentlichen Dienstleistungen eine eindeutige Absage erteilt. "Vor allem das Herkunftslandprinzip, das unsere sozialen Standards untergraben würde, muss so schnell wie möglich fallen", schloss Hundstorfer.

ÖGB, 24. März
2005
Nr. 170

Rückfragen & Kontakt:

GdG
(01) 313 16 - 83 616
Informationen im Internet: www.gdg.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001