LR Egger: Hochwassersicherheit im Achdelta gegeben

Studie über Geschiebe- und Schwebstoffhaushalt der Bregenzerach

Bregenz (VLK) - Die Bregenzerach befördert jährlich 250.000 Kubikmeter Schwebstoffe in den Bodensee und 7.000 Kubikmeter Geschiebe in ihr Mündungsdelta. Die Hochwassersicherheit im Bereich dieses ökologisch wichtigen, letzten natürlichen Flussdeltas am Bodensee ist aber gegeben. Dies ergab eine vom Landeswasserbauamt und dem Lebensministerium in Auftrag gegebene Studie, die Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Dieter Egger heute, Mittwoch, im Landhaus vorstellte.

Das Einzugsgebiet der Bregenzerach erstreckt sich über 832 Quadratkilometer. Detailliert untersucht wurde der rund 54 Kilometer lange Flussabschnitt von Schoppernau bis zur Mündung. Die großen Mengen an Gestein, Sand und Schlamm, die der Fluss Richtung See transportiert, verursachen Deltaveränderungen, die im Laufe der Zeit zur Verlandung der Harder Bucht und des Hochwasserüberlaufes der ARA Bregenz führen sowie die Stabilität des Ostdammes beim Industriehafen gefährden können. Die Studie zeigt laut LR Egger, wie ein möglichst idealer Geschiebehaushalt zu erreichen ist, unerwünschte Auflandungen vermieden und die Probleme im Mündungsbereich gelöst werden können.

Demnach ist es mit vergleichsweise geringen Maßnahmen möglich, eine angemessene Hochwassersicherheit kurz- und mittelfristig zu gewährleisten, die bestehenden Infrastrukturanlagen zu schützen und einen naturnahen, dynamischen Mündungsbereich zu erhalten. LR Egger:
"Es geht uns auch hier darum, die Interessen von Umwelt und Hochwassersicherheit unter einen Hut zu bringen."

Zur Begleitung und Abstimmung aller erforderlichen Maßnahmen wird eine Arbeitsgruppe "Mündung Bregenzerach" gegründet. Bis nächstes Jahr soll der Ostdamm am Industriehafen durch so genannte Buhnenspicker und der Regenauslass der ARA-Bregenz durch Baggerung einer Rinne und Errichtung einer überströmbaren Buhne auf Harder Seite gesichert werden. Bis 2008 sind weitere flussbautechnische Maßnahmen entlang der Bregenzerach geplant.

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