Amon: Die Mär vom Musterland Finnland hält nur auf den ersten Blick

Grüne stellen OECD infrage und verunsichern mit falschen Zahlenspielereien

Wien, 23. März 2005 (ÖVP-PK) Während die grüne Bildungs-politik sich auf die "Mär vom Musterland" Finnland beschränkt, schafft die Regierung tatsächlich ein "Mehr an Bildungspolitik", sagte ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon heute, Mittwoch, zur "unredlichen und ungerechtfertigen Kritik" von Bildungssprecher Dieter Brosz. "Erstens entsprechen die Daten, die das Bildungs-ministerium an die OECD weiterleitet, den Kriterien des OECD-Manuals und zweitens ist es unzulässig, dass Finnland dauernd als 'Bildungs-Wunderland' hingestellt wird, was in vielen Bereichen einfach nicht stimmt", betonte Amon. ****

"Der ständigen Mär, dass in Finnland alles besser ist, muss ich massiv entgegentreten", so der ÖVP-Bildungssprecher, der seinen grünen Kollegen daran erinnerte, dass er, Amon, sowie mehrere Vertreter des Bildungsministeriums bei dem von Brosz angesprochenen Finnland-Besuch zugegen waren. "Offenbar braucht Brosz Nachhilfe, wenn er nicht weiß, dass Vertreter des Salzburger Landes- bzw. Wiener Stadtschulrats - auch wenn der Name für Laien anderes vermuten lässt - Beamte des Bildungsministeriums sind. Das sollte auch ein Bildungssprecher der Grünen wissen."

Zum gemeinsamen Besuch einer finnischen Schule stellte Amon weiters klar, dass das Lehrer-Schüler-Verhältnis in Finnland "deutlich schlechter" als in Österreich sei. Bei der gemeinsam besuchten Schule kamen auf 450 Schülerinnen und Schüler nur 24 Lehrer. "Das ist ein eindeutig schlechteres Lehrer-Schüler-Verhältnis als an österreichischen Schulen, selbst wenn Brosz die zehn Hilfs- bzw. Assistenzlehrer dazu nimmt - die im Übrigen eine Ausbildung zum Pflegehelfer hatten", so Amon.

Zum Dritten unterschlage der grüne Bildungssprecher, dass finnische Eltern, im Gegensatz zu Österreich, für Schulbücher tiefer in die Tasche greifen müssten. "Denn nur in den finnischen Pflichtschulen sind Schulbücher gratis, allerdings haben schon heute viele finnische Gemeinden solche Finanzprobleme, dass sie
sich die Bücher für die Pflichtschulen nicht mehr leisten können."

Abschließend stellte Amon daher fest: "Sowohl die OECD als auch die Statistik Austria haben die Vergleichbarkeit der Zahlen für Bildungsausgaben bestätigt. Sollten die Grünen eine Veränderung der OECD-Richtlinien wünschen, mögen sie bitte dort vorstellig werden. Brosz soll daher endlich aufhören, Österreich schlecht zu machen, sondern Vorschläge bringen, wie wir das Bildungssystem über die Parteigrenzen hinweg qualitativ weiter entwickeln."

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